Volltext: ARCH+ : Zeitschrift für Architekten, Stadtplaner, Sozialarbeiter und kommunalpolitische Gruppen (1985, Jg. 18, H. 79-83)

Selbstbauhaus in Raeren, Iterstraße 
Architekt: Christoph Schulten 
Mitarbeit: Ann Mc Taggart 
Bauzeit: 1984-85 
Ich habe das Haus während 
meines Kanada-Aufenthalts 
1983 entworfen. Die Konstruk- 
tion ist eine Mischung aus norc 
amerikanischer Holzbauweise 
(z.B. Verwendung einheitlicher 
Bohlenquerschnitte, für alle 
Tragwerksteile, nur Nagelverbin- 
dungen, balloon frame construc- 
tion: zweigeschoßhohe Stützen) 
und europdischer Bauweise (z.B 
Binderkonstruktion, Stützen- 
Zargen-Konstruktion, Druckstre- 
ben als Diagonalaussteifung). 
Aus der Baubeschreibung: 
Die zwei längsverlaufenden pa- 
rallelen Kellermauern bilden 
das Auflager für die Holzbinder- 
konstruktion des Haupthauses. 
Alle Binder sind gleich: zweige- 
schoßhoch, sie sind Dach-, 
Wand- und Deckenkonstruktion 
in einem. Ihre Stützen, Balken 
(bzw. Zangen), Sparren haben 
alle den gleichen Querschnitt: 5, 
15 cm 
Die Binder werden auf dem 
Grundstück in Horizontale zu- 
sammengenagelt, dann alle 1,25 
m auf das Kellermauerwerk ge- 
stellt, ausgesteift und mit Dach- 
eindeckung und Außenwandver- 
kleidung versehen. 
Das Haus wurde so nicht ge- 
nehmigt, da bei Holzhäusern in 
Belgien 8 m Abstand zur Grund 
stücksgrenze vorgeschrieben ist. 
Letztes Jahr bauten wir den 
Kern des Hauses - massiv, und 
erweiterten ihn dieses Jahr durch 
Modellbau: Thomas Haven ZWEI Anbauten (in Mischkon- 
struktion) 
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Schnitt nr EEE Straßenansicht 
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