Full text: ARCH+ : Zeitschrift für Architekten, Stadtplaner, Sozialarbeiter und kommunalpolitische Gruppen (1985, Jg. 18, H. 79-83)

ARCH*-BAUMARKT © — 
verwendet werden dürfen! Ihr Auftrag Abb. 3 
sollte 2-3 lagig sein: Anspritz, Unterputz 
und Oberputz, die zur Oberfläche hin an Vergleich von Außenwandkonstruktionen 
Festigkeit abnehmen. 
. N . Einschalige Konstruktionen: 
Das Mischungsverhältnis der Putzmörtel: Ein 
nicht zu unterschätzendes Problem ist das = = 
richtige Mischungsverhältnis der Putzmör- Wärmed SETS Ni 
tel. Zu magere Putze besitzen eine zu I. Außenputz/Gasbeton 36°/Innenputz K = 0,40 DM: ca 250.-/m‘ 
geringe Festigkeit und lassen sich schlecht 2. Außenputz/ Lhlz 0,7 36°/Innenputz K=0,49 DM: ca 240.-/m 
verarbeiten, bei zu fetten Putzen ist dem 3. Außenputz/ KSL 1,2 36’/Innenputz K.= 1,14 DM: ca 215.-/m‘ 
Zuschlagstoff mehr Bindemittel zugesetzt, 
als dieser durch sein „Hohlraumvolumen”® 
aufnehmen kann. Solche Putze brauchen Mehrschalige Konstruktionen: 
höhere Wasseranteile, wodurch die 
Schrumpf- und Trocknungsspannung 4. mineral. Putz/Thermo Korkplatte 
unnötigerweise steigt. Besonders bei unter- (10 cm)/Ansetzkleber/ HLZ 1,4/ 
schiedlichen Bindemittelanteilen - oft im Innen Dutz ’ K= 031 DM: ca 297. Im 
Oberputz zu fett - entstehen Schwindrisse. 5. Verb en d k VKSV2 A ? : 
Das vorgenannte Hohlraumvolumen hängt EN ENOMAUCHWEN ‚/ 
einzig und allein von der Korngröße und der Korkschrot 10 cm/ KSV 1,8/ 2 
Oberfläche der Zuschlagstoffe ab, deren Innenputz K = 0,33 DM: ca 330.-/m 
Bedeutung beim Putz besonders groß ist; je 6. Verblendmauerwerk VMZ 1,8/Luft 
geringer die Hohlräumigkeit, desto besser 4 cm/Mineralfaser 7 cm/ HLZ 1,4/ 
der Mörtelsand: Feinsande bis 0,2 mm soll- Innenputz K=037 DM: ca 355.-/M°® 
ten einen Anteil von 10-25% der Gewichts- 
anteile betragen. Die richtige Konsistenz Quelle: Erfahrungsaustausch v. Architekten, Planern und 
muß jeder selbst nach Gefühl herausfinden, Bauhandwerkern, Altenmelle 1984 
wobei wichtig ist zu wissen, daß generell zu 
einer zu fetten Mischung geneigt wird. 
Handwerker und Planer werden nicht 
umhinkommen, sich wieder mit diesen 
„alten Regeln der Handwerkskunst” zu 
beschäftigen, wollen sie wegkommen von 
den Fertigmischungen, die sowohl von Tabelle 6 
ihren Umweltbelastungen als auch von . zZ . . 
ihren bauphysikalischen Eigenschaften Mischungsverhältnisse für Innenputze in Raumteilen 
mehr als zweifelhaft sind. In den alten = 
Handwerkerbüchern lebt der Schreiber Mörtel- Luftkalk/ | hochhydr. Kalk/ Ha 
noch mit „seinem” Material; in den neuen ETUNDES hydr. Kalk Traßkalk 
wissenschaftlichen Büchern lese ich nur } 
Tabellen. Spritzputz: 2 bis 3 mm 
Außenputz: Im Außenbereich werden nur OR es z On g u 
Putze der Mörtelgruppe II und III verwen- II DE 
det. Neben hochhydraulischem Kalk kön- z . 
nen hier auch geringe Anteile von Portland- Spritzputz: 2 bis 7 mm 
zement zur besseren Festigkeit oder auch Unterputz: zZ bis 5 mm 
Borsalzzusätze als pestizide Beimengungen Oberputz: 3 bis 5 mm 
zugegeben werden. Für die Erreichung der 
Mörtelgruppe III darf nur Zement verwen- Quelle: Wege zum Gesunden Bauen 
det werden; diese Putze sind kaum wasser- 
dampfdurchlässig und sollten höchstens im 
Sockelbereich oder als Dichtschlämme zum 
Einsatz kommen (Tab. 7). 
Estriche 
Beim Anmischen von Estrichmörteln ist 
der völlige Ersatz von Zement durch hoch- Tabelle / Ta - . . 
hydraulischen Kalk gar nicht möglich. Mischungsverhältnisse für Außenputze in Raumteilen 
Trocknungszeiten von 6-8 Wochen bis zur N SH z 
völligen Aushärtung wären nötig. Eine Mörtelgruppe Luftkalk/ ! hochhydr. Kalk/ ‚1a 
Portland-Zementbeimischung von 25% ist Hvydr. Kalk Traßkalk 
unumgänglich. ] a 
2 Spritzputz: 2 bis 7 mm 
Unterputz: 3 bis 5 mm 
Schließlich soll noch von den gängigen Oberputz: 3 bis 7 mm 
Anstricharten für mineralische Unter- I S : 
gründe die Rede sein, deren Bedeutung Spritzputz: 2 bis 7 mm 
nicht hoch genug eingeschätzt werden Unterputz: 3 bis 5 mm 
kann: denn was nützt der feuchtigkeitsregu- Oberputz: 3 bis 7 mm 
lierende Putz auf der feuchtigkeitsregulie- 
tenden Wand, wenn der Anstrich dicht ist? Quelle: Wege zum Gesunden Bauen 
SO. 
Sa. 
IU
	        

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