Full text: ARCH+ : Zeitschrift für Architektur und Städtebau (1987, Jg. 20, H. 88-92)

Postvertriebsstück " G 5416 F * Gebühr bezahlt " ARCH--Verlags-GmbH, Oranienstr. 9, 5100 Aachen 
6. Oktober 1987 
Le Corbusier zum Hundertsten 
Le Corbusier 
1922 — Ausblick auf eine Architektur 
Neu überarbeitete Übersetzung von Eva Gärtner. 
2. Auflage 1983. 215 Seiten (Band 2) Kart. DM 29,80 
Dieser Band besteht aus Artikeln, die 1920 und 1921 für 
DEsprit Nouveau geschrieben wurden. 
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Le Corbusier 
1929 — Feststellungen 
zu Architektur und Städtebau 
Übersetzt von Henni Kossakoff-Schrôder. 2. Auflage 
1987. 248 Seiten, zahlr. Abb. (Band 12) Kart. DM 36,— 
Die zehn, 1929 unter dem Titel ,Précisions sur un état 
présent de l’architecture et de l’urbanisme“ erschiene- 
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Thilo Hilpert 
Die Funktionelle Stadt 
Le Corbusiers Stadtvision - Bedingungen, Motive, 
Hintergründe. 1978. 292 Seiten, zahlr. Abb. (Band 48) 
Kart. DM 29,— 
Funktionalismus und die Theorie der Wohnmaschine. 
Der Weg moderner Architektur von der Baukunst zur 
Planungstheorie. Paul, Poet Bobéme, entdeckt die Ma- 
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Charte v. Lies 
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Thilo Hilpert (Hrsg.) 
Le Corbusiers ‚Charta von Athen‘ 
Texte und Dokumente 
Kritische Neuausgabe. 
1984. 239 Seiten (Band 56) Kart. DM 36,— 
Die Neuausgabe enthält den Text der ‚Charta‘, vom 
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Elisabeth Blum 
Le Corbusiers Wege 
Wie das Zauberwerk in Gang gesetzt wird. 
1987. Ca. 190 Seiten, ca: 80 Abbildungen (Band 73) 
Kart. ca. DM 34,— 
Die rationale, aufgeklárte Betrachtung von Architektur 
und Kunst hat oft den Blick für das Geheimnisvolle ver- 
Friedr. Vieweg & Sohn Verlagsgesellschaft mbH - Braunschweig/Wiesbaden 
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„. +. ein kristallklares und zugleich überschäumendes, ein knapp formulier- 
tes, mit Wiederholungen durchsetztes Buch, ehrgeizig, überdreht und radikal, 
eifernd, arrogant und seherisch, ein Manifest. (. . .) Le Corbusiers Buch kann 
einen heute noch außer Atem bringen (. . .). Es ist wie eim Gedankensturm, 
der einem beim Lesen entgegenbeult, mit vielen geistreichen Bemerkungen, mit 
Platitüden, Irrtümern und Partien von grofter Poesie. Das Buch bat einen 
Kern, der der Abnutzung standgebalten bat. Das ist der Ruf nach der Ver- 
brüderung der modernen Ingenteurkunst mit der klassischen Schónbeit." . 
Manfred Sack, Die Zeit 
nen südamerikanischen Vorträge Le Corbusiers umkreisen alle The- 
men der Architektur und des Städtebaus: Feststellungen zum Ort, 
zum Klima, zum Umgang mit Natur, zu Maßstab und Ordnung. Wie 
1929 in Buenos Aires, so folgt man noch heute gebannt den „bestür- 
zenden Sprüngen der Logik“, mit denen Le Corbusiers Vorstellungen 
Form gewinnen. „Wenn ich Architektur lehren sollte?“ Die Frage ist viel- 
leicht nicht an den Richtigen gestellt. Ich begänne damit, die „Regeln“ zu ver- 
bieten, um mit dieser Krankheit der „Regeln“, diesem Skandal der „Regeln“, 
dieser unglaublichen geistigen Ohnmacht endlich einmal Schluß zu machen. 
schine. Fordismus - Le Corbusiers Sozialphilosophie des Praktischen - Der 
Funktionalismus-Streit - Die Soziologie der Wobnmaschine. Die Funktio- 
nelle Stadt. Le Corbusier und die Entwicklung eines Modells für 
Stadtplanung - Räckblende: CLAM-Kongref „Die Funktionelle Stadt“, 
Athen 1933 - Die Stadt der Gegenwart — ein poetischer Traum von 1922 - 
Stadtplanung und Politik - Die Strahlende Stadt - Der Utopist und die Prak- 
tiker — Vorbereitungen für einen Städtebau-Kongrefs - Athen 1933 — Die 
Kodifizierung der , Funktionellen Stadt“ - Die Charta — ein Programm zur 
Reorganisation des Lebens. 
Herausgeber neu übersetzt erstmals in einer authentischen Fassung. 
Inhalt: Einführung des Herausgebers. Le Corbusiers Vorwort zur 
Neuauflage der ‚Charta‘ 1957. Einführung von Jean Giraudoux. 
Gründung der CIAM 1928. Erklárung von La Sarraz. Auszug aus dem 
Protokoll des Kongresses von La Sarraz. Textvergleich: Erklärung von 
La Sarraz - Original und Le Corbusiers Fassung. Die ,Charta von 
Athen‘. Briefwechsel zur Formulierung der ‚Feststellungen des Kon- 
gresses von Athen‘ (1933). Textvergleich: ‚Feststellungen‘ und Richt- 
linien der ‚Charta‘. 
stellt, das selbst ein scheinbar überwiegend mit ,vernünftigem' Kal- 
kül ersonnenes Gebilde wie ein Gebäude beim zweiten und dritten 
Ansehen verándert, wie nie gesehen erscheinen láfst. Le Corbusier, 
der überall der klassischen Moderne Zugeschlagene, war nicht nur 
ein erfinderischer Entwerfer, sondern ein ,poéte à l'áme réligieuse', 
ein Dichter mit religiöser Seele; ein Architekt, der sein Werk als Teil 
des Kosmos entwarf. Elisabeth Blum hat sich auf den Weg gemacht, 
in seinen. Arbeiten und Denken dem Geheimnis nachzuspüren: 
Wegen — ganz dinglichen, aber auch spirituellen. 
Feinschmecker der Salons (im Paris oder in den Ver- 
einigten Staaten) bezeichnen mich heute als ‚barocken‘ 
Architekten. Das ist die allergrausamste Bezeich- 
nung, die man mir nur geben kann. Als ,dreckiger 
Ingenieur‘ habe ich 1920 angefangen (das hatte ich 
akzeptiert), jetzt bin ich offenbar am entgegengesetzten 
Rand der Hölle angekommen — es leben die Extreme! 
Le Corbusier, Paris, 17. Januar 1958 
ISSN 0587 - 3452
	        

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