Full text: ARCH+ : Zeitschrift für Architektur und Städtebau (1987, Jg. 20, H. 88-92)

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Westafrikas. Sein un- 
zrlauf — von den tro- 
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nenvis — lenRandder Wüste flie- 
ßen. machte ihn zur Grundlage 
fiir dre verschiedenen neusudane- 
sischen Hochkulturen der Haussa, 
Songhay. Wolof, Bambara und an- 
der-r Violker. Nicht unáhnlich eu- 
mittelalterlichen Kul- 
n sich hier an der Rei- 
r Arabo-Berber aus 
n und der Negriden der 
man-Zone vom 9. bis zum 
dert zahlreiche feudale 
mit kleineren und gr 
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Der neusudanesische Stil der 
späteren Zeit betont mehr die Ver- 
tikale. Die Pilaster finden sich 
nicht nur beidseits des Eingangs 
und an den Gebäudeecken, son- 
dern wiederholen sich als gliedern- 
des Element oftmals über die gan- 
ze Breite der Fassade. Die Dach- 
balken werden in Bündeln über die 
Fassadenebene vorgezogen und 
bilden ein sinnfälliges Ornament, 
das gleichzeitig bei den Ausbesse- 
rungsarbeiten an den phallischen 
Dachzinnen als — Arbeitsgerüst 
dient. Der zentral gelegene Ein- 
gang reduziert sich auf eine einfa- 
che mit einer Bastmatte verhange- 
ne Öffnung, die Fenster sind dage- 
gen häufig größer und durch orna- 
mentierte Holzgitter ausgefacht 
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DECKEN UND 
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Da die Beschaffung von Bauholz 
iormung des neu- im Sahel mit seinen oft eher krüp- 
1baust.is 3 pelhaften Holzgewáchsen seit al- 
u 4en Moscheen beim ters her ein Problem ist, be- 
rhaus von Djenné. Es ist zwei- oder gar dreige: ig mit — schránkt sich seine Verwendung auf das Notwendigste. Bei den 
emer Fassadengliederung und Grundrifstruktur, we man sie — Decken werden in der Regel kaum armdicke Hólzer je nach 
sonst in Schwarz-Afrika kaum findet. Der arabische FanfluB ist ^ RaumgróBe und Nutzung in unterschiedlicher Weise angeord- 
deutlich ablesbar. Die Quellenlage dazu ist aber nicht ganz em- — net. Schmale lange Flure werden quer überdeckt, mittelgrofe 
deutig. Die Historiker gehen davon aus, dafi die Technik des Räume nach einem „al maruba“ genannten Muster. Die großen 
Pisé* schon den Paleo-Afrikanern geläufix 'chlokaldiffe- repräsentativen Räume haben eine stark plastische, achsensym- 
renzıerte und durch kulturelle Einflüsse von augen verschiedene metrische Deckengestaltung durch die Holzlagen im „Tafarafa- 
l'ransformationen durchmachte. ra“-Muster. Mit Lehmputz überzogen werden die Fláchen eben- 
Für Djennéseigenartigen Stil mit der Betonung der Vertikalen — máBie und di: Konturen weich 
durch sich nach oben verjüngende Pilaster mit ihren über die Fas- 
sade hinausragenden phallusartigen Abschlüssen dürfte die ma- 
rokanische Invasion von 1591 entscheidend gewesen sein. Weite- 
re Belege für diesen Einfluf) finden sich bis heute in Form der 
,Aijimez"-Fenster in formvollendeter marokkanischer Schnitz- Tofaraja-e, D 
kunst und metallbeschlagenen Holztüren im andalusischen Stil. Das Dach des Hauses ist flach und besteht aus mehreren 
Auch in der Innung der Maurer wird der Ursprung ihrer Kunst Schichten. Obwohl nur während der dreimonatigen Regenzeit 
auf einen ,, malum" - arab. ,,moallim* — Meister namens Idriss — dem Wasser ausgesetzt, ist es weitgehend wasserundurchlissig. 
zurückgeführt Durch leichte Neigung und Wasserspeier aus Holz oder Tonröh- 
ren wird verhindert, daß das Dach aufweicht und rinnendes Was- 
ser die Wände schädigt. Auf die als Tragstruktur dienenden 
DIE FASSADE Holzlagen folgt eine Schicht Lehmziegel, um die Zwischenräume 
der Holzbohlen zu überbrücken. Bauphysikalisch stellt diese 
Die ältesten erhaltenen Gebäude von Djenné gehen bis ins 16. — Schicht auch eine Art Massespeicher für Kühle dar. Darauf wird 
Jahrhundert zurück. Eine genaue Datierung ist beim Material eine leichte, aber voluminóse 20-30 cm starke Schicht getrockne- 
Lehm, der nur durch seine kontinuierliche manuelle Uberar^ »- ter, verrotteter Hausabfälle aufgebracht, die eine gute Isolierur 7 
uno Form behilt, natureemáf) unm? slich. Jedoch lo^. n eich 7 hringt. Es folet ein Lehmpvt 
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