Volltext: ARCH+ : Zeitschrift für Architektur und Städtebau (1988, Jg. 20, H. [93], Jg. 21, H. 94-97)

Das Bild bewahren, die Funktionalität erweitern. 
Far 
Nicht jedes während des 
Historismus erbaute 
Haus zeigt zwangsläufig 
auch dessen stilistische 
Merkmale. Die oft ange- 
häuft wirkende eklektizi- 
stische Stilvielfalt fand 
schon zu ihrer Zeit Kriti- 
ker. Dieses bürgerliche 
Reihenhaus zum Beispiel 
— 1890 von Emile Vanden- 
N Die schSEISICHeREn N OSRATARSar berg in Lille erbaut - 
zeigen in ihrem Sturz N ORTEN. N Schmuck der die N estallensche und weist € ine klare Fassa . 
handwerkliche Aufmerksamkeit - auch nicht sofort dengliederung auf, die 
ins Auge springender Details beweist die Struktur des Hauses 
erläutert. Der nachdrück 
liche Rhythmus der Fas- 
sade wird aus im Raster 
stehenden Öffnungen 
gewonnen. Fenster bzw. 
Fenstertüren erschließen 
Viollet-le-Ducs rationalistische Ideen gesteigerter dem Betrachter unmittel- 
Zweckmäßigkeit und Materialgerechtigkeit hatten in dem Architekten bar die durchlichteten 
Vandenberg einen Verfechter gefunden. Als einer der ersten Räume. Der ruhigen Tek- 
in Lille entwarf er Bauten der kommenden Moderne tonik des Hauses ent- 
sprechend sind vertikale 
und horizontale Lage- 
rung nur mit aufgesetzten 
Stäben akzentuiert. Die 
Binnengliederung dieser 
Fenster wird von der 
Architekturkritik häufig 
als Fehler bezeichnet und 
als »Galgenfenster« dis- 
kriminiert. Jedoch zeigen 
diese Bilder, daß eine sol- 
che Teilung in ihrer klaren 
Funktionalität von Ober- 
licht und Flügeln der 
Fassade durchaus ent- 
sprechen kann. Diese 
Fenster bauen eine Brük- 
ke zur heutigen Kunst- 
stoff-Fenstertechnologie, 
die einen wesentlich 
erweiterten Leistungs- 
katalog vorweist: äußer- 
ste Pflegeleichtigkeit, 
Schall- und Wärmeschutz 
und eine noch höhere 
Gebrauchstauglichkeit. 
Die Rationalität ist weiter 
fortgeschritten. 
Gebrüder Kömmerling 
Kunststoffwerke GmbH 
Postfach 2165 > 
D-6780 Pirmasens
	        

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