Full text: ARCH+ : Zeitschrift für Architektur und Städtebau (1988, Jg. 20, H. [93], Jg. 21, H. 94-97)

ons SE Kosten für den Mieter 
dass 9 En af Die block- wie gebietsbezogen gültige soziale Situation gibt nach 
2 Löftungsziegel feld 7“ wie vor den Maßstab an für alle Visionen eines „Ökologischen 
Br Stadtumbaus“, deren Berechtigung intellektuell v.a. im Hinblick 
Nordseite auf die stark erhöhten Umweltbelastungen bei unterdurch- 
schnittlichen Ausgleichsfunktionen dieses Innenstadtbezirks an- 
erkannt werden, deren praktische Umsetzung allerdings nur im 
Konsens mit den sozialen Verhältnissen einhergehen kann, soll 
„Stadtökologie“ nicht zum aufwertungsverdächtigen mittelstän- 
dischen Programm werden, das neue Härten produziert. Ge- 
samtbelastungen Mietverhältnisse mit Öko-Maßnahmen im 
En 3 
. a pr 5. Cm BIS 
A otannen von, | = BA 1: BEHiCbSKOSIEN »rerrrrrrrereeenieelerrer re ereREENRERKERREEErE EEE rrereenere | TA45.TDMII: 
9 AS — HH 2. Verwaltungskösten ......0. rer een Herner k euere 0 38DM/M: 
m a re 3: Instandhaltung .......-..4. 1.00.07 rer re ren RE Teen enen 1,45 DM/m‘ 
BehalerBelrenbmel MS Di = CM WE DM 
Schatung mit Fugen | 600 | 0022| 013 140) | 100 | = 5 ErOpachtZins. 12. ter tree trennten trennen. 031 DM/M 077m: 
CHeraklithorig: [400 (005 E0093 28} Ausgebauter 6. 11 % Umlage des Eigenanteils bei Mieter-Mod Förderung 
Kalkpulz__. 1400| 0015 0.10 SS Dachraum bzw. Geldwert der zu leistenden Selbsthilfe ..........  0,53DM/m*-0,95 DM/m‘ 
EZ SA =. mit Grasdach, 7. Heizungskosten (Kohle - ZH) ......................4.. 0,90 DM/m?-1,65 DM/m‘ 
Arbeitsgemeinschaft für Baubiologie. Berlin Dachaufbau Einstiegswarmmiete ............. 0er 4.83DM/m*-—6,61 DM/m' 
Umweltfreundliche Baustoffe 
Aus neueren Erfahrungen — und das heißt vor allem Bewohner- 
beschwerden und nachfolgenden Messungen von Formaldehyd, 
PCP, PCB und Lindan-Konzentrationen mit zum Teil erhöhten 
Werten - bei abgeschlossenen Sanierungsvorhaben im Kreuzber- 
ger Sanierungsgebiet ist die Forderung erwachsen; wesentlich 
stärker als bisher Baustoffe zu verwenden, die verdachtsfrei kei- 
ne eventuellen Beeinträchtigungen für das Befinden und die Ge- 
sundheit mit sich bringen. Die restlichen 16 Bauvorhaben im 
Block 103 sollen deshalb als Pilotvorhaben mit weitestgehend 
umweltverträglichen Baustoffen geplant und gebaut werden. 
Abfall-Recycling 
Zielsetzung dieses Bausteins ist die Reduzierung jener Haus- Mieterselbsthilfe Baumaterial-Recycling 
müllmenge bei Wohnen und Gewerbe im Block, die auf konven- 
tionelle Weise (Deponie, Verbrennung) entsorgt werden muß. 
Das dem Bedarf entsprechend vorhandene Gesamtvolumen der 
Müllbehälter beträgt nach den Ermittlungen von S.T.E.R.N. 
31.020 1. Dieses Volumen wird wöchentlich mit unsortiertem 
Müll aus den Haushalten und Gewerben gefüllt. Die wöchentli- 
che Abfallmenge wurde mit 40,6 cbm entsprechend 4.99 kg be- 
rechnet. Mit diesem Müll könnte man jede Woche ein 20 m’ gro- 
ßes Zimmer oder in jedem Jahr 1 Haus der 31 Häuser im Block 
103 bis zum Dach füllen. Der Müll wird mit Kosten von jährlich 
72.000 DM durch die Berliner Stadtreinigung „entsorgt“. Auch 
hier soll ein dezentrales Konzept von 
® getrennter Müllsammlung 
® Verwertung organischer Abfälle und 
® Wertstoff-Recycling 
entwickelt und eingeplant werden und nachgezogen nach den Miete wird nach Umsatz festgesetzı 
umfassenden Instandsetzungen zur Erprobung und Anwendung 
kommen, um mit den Bewohnern einen Beitrag zur Verminde- Die den obigen Kosten entsprechenden Einnahmen setzen die 
rung des Müllaufkommens im Block zu leisten. Bewohnergenossenschaft unter Berücksichtigung von Rückla- 
An das Konzept Abfallrecycling werden 105 Wohnungen, 31 gen für Anlagen, Verwaltung und Versicherungen in den Stand, 
Gewerbe und 3 Elterninitiativ-Kindertagesstätten angeschlos- als Träger der Oko-Modellvorhaben und Energieversorgungsun- 
sen. Für die kirchl. Kindertagesstätte Oranienstr. 4 ist eine Bio- ternehmen (EVU) aufzutreten. Das errechnete Kostenniveau 
gasanlage zur Erzeugung von Methan als experimentelle Kompo- verlangt von der Genossenschaft und den Mietern die Bereit- 
nente in Überlegung. Die vegetabilen Bestandteile des Abfalls schaft zu Selbsthilfeleistungen, eine eigenverantwortliche ko- 
sollen entweder hier direkt verwertet oder kompostiert werden. stendeckende Verwaltung und Bewirtschaftung von Häusern 
Der restliche Hausmüll soll getrennt gesammelt und soweitwie und Anlagen vor Ort und —- nach einer von Wissenschaftlern be- 
möglich einer industriellen Wiederverwertung zugeführt wer- gleiteten Optimierungsphase — die Übernahme des Betreuungs- 
den. Dazu wurde bereits 1983 von der Bauaustellung ein erstes aufwands für die Oko-Sondermaßnahmen. 
Konzept erarbeitet, in das für mehrere Standorte im Block ein Redaktionelle Bearbeitung: Daniele Lovens 
privates Unternehmen einbezogen wurde. Diese Ansätze haben 
sich zwischenzeitlich ausgeweitet. Das hieraus ersichtliche ge- *S.T.E.R.N. Gesellschaft der behutsamen Stadterneuerung Berlin mbH. , Nach- 
wachsene Umweltbewußtsein ist Anlaß und Ausgangspunkt für De  ekrne Sure aus der Broschüre „Kreuzberger Kreisläufe Block 103 — ein 
diesen Oko-Baustein. Modell für umweltorientierte behutsame Stadterneuerung“ zusammengestellt 
A
	        

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