tub;
—JJo“
usslellungs
— ————
QNr. 27.
— 3
— — ZDeitung —— 5. Rugust 1896.
* — ·21 8 4
für die Elektrizitäts- und K unstgewerbe-RMusskellung zu Stultgart im akre 1886.
sherausgegeben unter Mitwirkung der Husstellungs-KRummisston, sowie hervorragender Sachleute.
Erscheink bis Juni alle Tage ab JZuni bis Ende September wöchentlich 2 bis 3 mal. Abonnenienkspreis für sämtliche NnmerieF Mark einschließlich freier Sustellung.
Die einzelne Nummer kostet 10 Pf. Anzeigen: Die viergespaltene Nonpareille-Seile oder deren Raum kostet 30 Pf. Bei größeren Aufträgen Rabatt. Beilagen nach Uebereinkunft
Die kunstgewerbliche RAusstellung im Tandesgewerbemuseum.
Non Max Bach. (Fortsetzung.)
Ganz vortrefflich ist das Delphinmotiv
als Henkel ausgebildet. Die Reliefs auf
dem Deckel sind von Professor Wiedemann
in Berlin, die krönende Gruppe: Taufe
Christi von Bildhauer Federlen in Ulm.
Am Sockel sieht man die Symbole der
bier Evangelisten in wirkungsvoller
plastischer Ausführung. Am eigentlichen
Taufkessel wieder Reliefs mit allegorischer
Darstellung der vier Paradieses-Flüsse.
Als weiteres hervorragendes Stück
hemerken wir eine Grabfigur von Prof.
Rümann in München; eine reich drapierte,
itzende Frauengestalt, die sich in sehr
anmutiger Weise an die Architektur des
Grabmals anschmiegt, ganz im Gegensatz
zu der gewöhnlichen statuenartigen An—
»rdnung der landläufigen Grabfiguren,
die dem Charakter eines Grabmals wenia
entsprechen.
Von sonstigen plastischen Arbeiten
der höheren Kunst seien noch einige musi—
zierende Kindergruppen, eine treffliche,
zanz im antiken Geist komponierte Figur
eines Flötenbläsers von * Prof. Kühne
und ein vorzügliches Porträt des Reichs—
kanzlers Fürsten Hohenlohe, en bas relief
nodelliert von Marzloff in Straßbura,
genannt.
Für die Leistungsfähigkeit der Fabrik
eugen auch die Reliefs von den Thüren
der großen Wandelhalle im Reichstags—
zebäude, modelliert von Prof. Widemann
in Berlin, allegorische Figuren darstellend.
Die Bronzetechnik in schöner Patina,
oerbindet sich hier mit der geistreichen
und schwungvollen Komposition zu dem
vornehinen Eindruck echter und wahrer
sunst, wie wir es meist nur bei den
ilten Meistern treffen.
2. Bronze- und Eisengußwaren,
—
———
* s allmählige Auswachsen der
* Stadt Stuttgart zur Groß—
stadt hat auch Geschäfte nach
Msich gezogen, welche in einet
leineren Stadt gewoͤhnlich keinen Boden
inden können, ich meine die Bronze—
ndustrie und den Erzguß.
Paul Stotz, von welchem der
Ausstellungsbericht vom Jahr 1881 noch
als Neuling sprechen konnte, hat jetzt
ein Geschäft in einer Weise vervoll—
ommnet und erweitert, daß er den größten
Anforderungen der Neuzeit entsprechen
kann. Ein Blick in die Ausstellung auf
der Galerie der König-Karl-Halle wird
genügen, um das Ausgesprochene zu be—
tätigen. Wir sehen da nicht allein Ge—
»rauchsgegenstände aller Art, vor allem
Beleuchtungsapparate, deren künstlerische
Vervollkommnung die Fabrik besonders
oflegt, sondern auch Baudekorationen und
eirchliche Einrichtungsgegenstände, Be—
schlägstücke für die verschiedensten Zwecke,
Luxusmöbel, Uhren und Geräte jeder
Braͤnche, bis zur höchsten Stufe des
sunst⸗ und Monumentalgusses.
Zunächst fällt dem Beschauer ein
Ztück kirchlicher Kunst in die Augen,
ein prächtiger Taufstein, welcher nach
ꝛiner Zeichnung von Professor Schill in
Düsseldorf für die dortige Johannes—
irche ausgefuͤhrt wurde und hier in einem
Duplikat zu fehen ist. Der Stil lehnt
ich an Muster italienischer Frührenaissance
an, erinnert anderseits aber auch wieder
in die klassizistische Richtung der Berliner
Schule eines Schinkel und Grovpius.
lr—
Musizierender Rnabe
ausgeführt von Vaul Skon in Stutkgark.