Full text: Professor Dr. G. Jägers Monatsblatt : Zeitschrift für Gesundheitspflege u. Lebenslehre (Jg. 1882, Bd. 1, H. 1/12)

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kurzen Pausen völliger Gesundheit, beweist nur, daß bei Ihrem Knaben der 
Krankheitsstoff nicht so wie bei dem in Nr. 4 pag. 60 erwähnten Knaben blos 
in Kleid und Bett saß, sondern auch im Körper. Nur im ersteren Falle weicht 
die Krankheit plötzlich, im zweiten sezt es Krijen ab und die können einmalige 
sein oder mehrmals repetiren, leßteres inöSbesondere, wenn es sich um fest ge- 
wordene erst der Verflüssigung bedürftige Krankheitsstoffe handelt. =- Daß sich 
nad einem warmen Reinigungöbad sofort wieder Schnupfen zeigte, ist ein Finger- 
zeig dafür, daß Sie das zunächst unterlassen sollen; lassen Sie Jhren Sohn, 
weun es einmal warm genug ist, Flußbäder unter den in letzter Nummer an- 
gegebenen Cautelen nehmen, bis dahin überlassen Sie ihn ruhig der Naturheil- 
kraft der Wolle. 
Hrn. Landwirthschaftslehrer G. K. in H. Sie fragen: „Wird wohl 
Ihre Lehre vom Pflanzentrieb und deren Weiterentwi>lung in den Monatsblättern 
auch Plat finden? I< wäre sehr erfreut über weitere Enthüllungen auf diesem 
Gebiet, auf dem uns die Agrikulturchemiker nichts bieten können, wenigstens was 
die Frage der Verträglichfeit und Unverträglichkeit der Pflanzen anbelangt.“ 
Gewiß werde ich das Blatt auch hiezu benüßen, allein der Andrang auf dem 
hygienischen Gebiet =-- welches doch das wichtigste ist =- ist no< so mächtig, daß 
ich um Geduld bitten muß. Kennen Sie meine Publikationen über diese Materie 
in den lezten Jahrgängen des „Neuen Deutschen Familienblattes“ ? 
Entschuldigung. Die Verspätung im Erscheinen der. lezten Nummer 
des Monatsblattes ist indirekt durch den Brand der Hygieneausstellung in Berlin 
veranlaßt worden, indem ein Artikel über unsere Vertretung auf derselben zurük- 
gezogen und durc einen andern erseßt werden mußte. 
Zur Zusammenkunft Wollener 
auf vem Kniebis (Lamm) am Johannisfeiertag Samstag den 
24. Juni laden wiederholt ein 
E. Pfäflin, Straßburg. Prof. Dr. G. Jäger, Stuttgart. 
Redaktionelle Bitte. 
. Diejenigen der verehrten Leser, die mir längere zur Veröffentlichung im 
Blatt bestimmte Mittheilungen machen, bitte ich, das Papier immer nur auf 
Einer Seite zu beschreiben. 
Jäger. 
Jocus. 
Die unsterblichen Iägerhosen oder vom s<önen Geschlec<ke auch 
inexpressSibles genannt.*) 
Sansculotte oder Jägerhosen ? . Baumwollen- oder Wollen-Hämli? sein 
oder nicht sein? that is the question, sagte schon Hamlet in Bezug auf die 
„Hämli“, Das ist seit Eduards 111. Hosenband-Orden 1350 die Hauptinvestitur- 
frage. Die ersten Hosen kamen bei den Babyloniern vor und dort trug schon ein 
anderer Jäger, Nimrod, in Ninive wollene Hosen. Wer das wollene Jägerkleid 
no<h nicht angeschafft, eile spornstreichs , sih dasselbe anzuschnallen; denn voll- 
ständige Gesundheit und beste Ventilation kann nur in diesem erzielt werden. 
Hogianna dem wollenen Hosenerfinder! Arme Baumwollenbarone, euer Stern 
erblei<t! Ja Wollen! Die obsolet gewordenen Hemden aus Indien und Amerika 
werden nun, in Lumpenpapier verwandelt, in ihren eigenen Klageliedern Trübsal 
blasen. O ihr „ermelichen“ Geschöpfe, es geht euch an den „Kragen“. Es sind 
2 *) Aus dem in Zürich erscheinenden Witblatt „Der Nebelspalter“, Nr. 10 vom 11. März, 
veranlaßt durc< die Ankündigung meines am 20. Mai in Zürich gehaltenen Vortrags: RG
	        

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