Der Vater
Meine Hände zittern
Die Sechzehnjährige nimmt seine Hände
Mein bist Du
Der Vater geht gebeugt hinaus, ohne sich umzu-
blicken
Die Sechzehnjährige steht am Fenster
Der Großvater
Setz Dich, Kind
Die Sechzehnjährige
Ich möchte das Fenster öffnen
Der Großvater
Ich werde mich erkälten
Die Sechzehnjährige
Es ist ganz warm, Großvater
Der Großvater
Ich war heute noch nicht in der Luft
Die Sechzehnjährige öffnet das Fenster
Hier ist es dumpf wie in einem Totenhaus
Der Großvater
Komm näher zu mir, Kind. Gib mir Deine Hand
Die Sechzehnjährige
Ihm gehört meine Hand
Der Großvater
Du machst mich ernstlich böse. Ich meine es gut mit
Dir
Die Sechzehnjährige
Ich höre Dich. Ich sehe ihn. Was willst Du von mir
Der Großvater
Du sprichst mit mir in einem Ton, der sich nicht ge
ziemt. Schon meinem Alter bist Du Ehrfurcht schuldig
Die Sechzehnjährige
Ich ehre nicht die Furcht. Ich fiichte nicht die Ehre.
Hier stehe ich. Hart in Liebe, hart in Treue. Meine
Augen sind auf ihn gerichtet, ihm scheue ich jedes
Menschen Angesicht. Ich höre.
Der Großvater
Du bist heut sechzehn Jahr. Nach dem Gesetz habe
ich über Dich zu bestimmen. Du willst Dich verhei
raten. Hierzu brauchst Du meine Einwilligung
Die Sechzehnjährige
Ich will mich nicht verheiraten, Großvater
Der Großvater
Also was willst Du
Die Sechzehnjährige
Lieben