Full text: Professor Dr. G. Jägers Monatsblatt : Zeitschrift für Gesundheitspflege u. Lebenslehre (Jg. 1888, Bd. 7, H. 1/12)

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Von diesen Büchern, welche das englische Geschäft auf seine 
einenen Kosten herstellt, werden in dem englischen Geschäft jährlich 
it ) Tausende von Exemplaren teils verkäuftz-teils verschenkt. Jn 
“ land 57 :Jen ** das Vuch in den Hände 588 Buch handels 
uw ITenen M Her füerfen- der Normortikelau Diese: :Fer- 
| torw: tt nun > Nachteile: So sind 3. 1.1 im erstein Hälbjahr 
2" T von 1 doutichen Buch "bloß 94 Cxemplare abgeseßt worden! 
un" "fe deutschen: "erkäufer stehen in ihren Läden ohne die wichtigste 
MB: ** 2sox' wird da natürlich fragen: „zum Kucku>! warum 
ver: Fen denn die Verkäufer diese: Waffe nicht aus dem Buch- 
hande! .“ Das ist leicht gefragt : 4:1 kann der Verleger den Sortimen- 
ter nicht umgehen; 2. der Normatkgeschäftsmann" kann es micht ver- 
winden, daß er" das Buch nicht direkt und mit vem vollen: Labatt 
erhält, '3. ist hier immer die Frage 'auf dem) Tapet: wer zahlt die 
Kosten? Der Fabrikant oder der Wiederverkäufer? 4. kommt hier wie- 
ist leicht und so fließend, daß' sich das Buch “durchaus nicht wie seine Uebersehung 
liest, und“ ein größeres. Lob: kann man einer Vebersezung kaum zollen! Der, praf- 
tische Wert des Buches ist in nicht geringem Grade : dem „Umstand: „zuzuschreiben, 
daß es die Resültate von Untersuchungen enthält, die Dr. Jäger nicht sowohl 
über Gegenstände von theoretischem Interesse / als besonders mit der bestimmten 
praktischen Absicht angestellt hat, seine eigene Gesundheit" zu befestigen" Nächdem 
er dieses Ziel in ganz befriedigender. Weise erreicht, hatte, erschien es ihm natürlich, 
die Resultate, zu denen er selber. gelangt. war, andern. mitzuteilen und dies. that 
er zuerst in seinen. Vorlesungen vor. den Studenten der Kgl. Polytechnischen Schule 
zu Stuttgart und dann in dem vorliegenden an die Adresse einer größeren Zu- 
hörerschaft gerichteten' Buche. 
Der erste, rein physiologische Teil des Buches euthält: einige “so. interessante 
Kapitel, daß man versucht ist, sie bezaubernd. zu neunen... Unter diesen verdienen 
besondere Erwähnung die Kapitel über Krankheit und Gesundheit, über Körper- 
ausdünstung, Infektion (Ansteung) und über Nervenmessinge 
5 * "Der nächste“ Teil behändelt die Heilpflege und nach einer allgemeinen 'Auf- 
zählung dessen, was zur. Gesundheitspflege "gehört und einer Auseinandersezung 
der „betreffenden-Verhaltungsmaßregeln, der medizinischen. und anderen Methoden qe- 
langen wir weiter zu dem eigentlichen Gebiet, den speziellen Leistungen Dy. Jägers, 
die von ganz besonders fesselnder Wichtigkeit sind, 
G Es ist dies das bereits weltbekannte Wollregime "und in“ einer/Anzahl "vön 
Kapiteln seht Dr. Jäger mit überzeugender Gewalt die Vorteile aus einander, 
sich in gesundem sowohl als krankem Zustande fest 'zu machen dädurc<h „“daß man 
an Stelle der aus Pflanzenfasergewonnenen Stoffe, welche so“allgemein zu einem 
großen Teil“ der Unterkleidung beider Geschlechter" verwendet“ werden, wollene Fäbri- 
kate seht. Wer das Buch nicht gelesen, “kann: sich kaum“ eine Vorstellung machen, 
wieviel interessante Dinge Dr. Jäger zur Verteidigung" und Unterstüßung"seiner 
Theorie beizubringen vermag. Es ist dies unter anderem nicht sowohl der Um- 
stand, daß Wolle: als schlechter Wärmeleiter vor ihrem Rivalen etwäs voraus hat, 
inden: sie die Normaltemperatur des Körpers erhätt, als besonders der, "daß sie, 
unempfänglich. für die natürlichen Ausdünstungen, eine Anhäufung der-so mannigfach 
Arftindheitssehäblichen, übelrießenden Stoffe verhindert. - Möglich, daß Dr. Jägers 
Ansichten manchmal ins Extreme gehen == ihren "Wert und ihre Richtigkeit im 
allgemeinen können Tausende von Menschen bestätigen. Soviel MERN: Mar 
mag das Negime annehmen oder nicht, niemand wird das Buch" aus der Hand 
legen, ohne es mit Interesse und mit Nußen gelesen zu häben.
	        

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