Volltext : Professor Dr. G. Jägers Monatsblatt : Zeitschrift für Gesundheitspflege u. Lebenslehre (Jg. 1888, Bd. 7, H. 1/12)

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das Schuhwerk und die Strümpfe werden übelriegend und der Fuß
steht wieder unter schlechten Einflüssen. Abgesehen davon sollte man die
Strümpje schön aus Gründen der Ersparnis fleißig waschen, denn
sie weiö<n dadurh entschieden" haltbärer/' vorausgeseßt natürlich, daß sie
in "der Wäsche richtig behandelt werden!
Dabei ist "der weitere Rat 'zu beachten : man hat "die Strümpfe
bezw. Zo>ken in einer Größe zu nehmen, welche für'ven Fuß
seh: zichlich bemessen'ist. Die Strümpfe gehen gerne ein, schon
im Gebrauch (denn dabei" sind alle Faktoren, welche" bei dem Vorgang
des Filzens in Betracht kommen, in" Thätigkeit: mechanische "Bewegung,
Wärme und' Feuchtigkeit), aber auch “in der Wäsche, namentlich wenn sie
weil zu länge getragen strapaziert“werden" müssen.
Ebenso'wichtig“ für den Fuß wie der richtige Strumpf ist der richtige
 Schuh, Darüber heute nur so viel, daß der Normalschuh/s9- wie
er heute ist, unbedingt jedem bisherigen Schuh-vorzuziehen ist und" daß
gegenwärtig Versuche im 'Gange' sind, um Mängeln / die der bisherigen
Konstruktion noch anhafteren, abzuhelfen:
ohandelt man die Füße so" wie obenangegeben, so wird man
sichn“ as veesultät erreichen, das man troß aller "Mittel bishex nicht“ exrv;
 * Fonnte und dessen Ausbleiben einem vielleicht manche trübe Stunde
<a" hat, denn es ist'nicht angenehm, von feinfühligen “Menschen /'mit
„ziderwillen und Abscheu angesehen zu werden: man wird mit ver Mensch-„it
 wieder auf angenehmerem' Fuße stehen.
Die Jügers<e Normalkleidung
(Abdru> aus: Nr: 40: der: ;Monatsschrift „Der Volksarzt“)
ist zur Zeit in verschiedenen Blättern Gegenstand heftiger Debatten 'geworden...
 Die Vegetarier treten: in besonder3'gehässiger Weise gegen
Jäger auf, an der Spike steht nätürlich wer), große“ Lahmann, "Der
Rüchzug der" Wollenen betitelt sich sogar ein Artikel des Baumwollenen
Reformators"in Nr. 8 der Vegetärischen'Rundschaus Unter/diesex kühnen
Vebers<hrift verkündet der „Führer der'Naturärzte“ (wie der junge Dr. Lahmänn
 sich bescheivenerweise nennt)"allen Exnstes „daß in, Deuts<länd,
dank seines ruhigen Ausharrens// dex Bann der Wolle gebrochen und
für Jäger nichts mehr zu' holen fei.“ Der: Dr. vom „Weißen Hirsch“
hat Jäger glänzend" besiegt "undder einst so “gepriesene " und verehrte
ke Dr: Jäger sieht sich in seiner Verzweiflung, "von seinen Getreuen
verlässen, nach Hilfe um, glaubt sie in der “Handvoll "Begetarier gefunden
zu haben, doch, 9 weh, auch diese wenden ihm höhnisch 'den Rücken und
gatiz allein steht jetzt der einst so'gefeierte Geinndheiielehmnne NSuhuunsähr
liest man in der Veget. Rundschau. GE. Wechßler überbietet nom den
Dr. Lahmann in" phrasenhaften Ergüssen ; er stellt die Anhänger ves
Wollregimes als Betrogene "hin, als Ritter" von der traurigen Haut, welche
mit gläubigem Gemüte bisher''auf “die versprohene“ Gesundheit gewartet
hätten/"“nun "aber (nac<hvem Lahmann und Wechßtler ihnen die, Augen
geöffnet) sich "getäuscht sehen und erfahren haben, daß ihr Geldbeutel
ärmer und ihr Hautleben schlechter ist, als vorhin. Daß auch“ Vegetarier
dem“ Jai ins Net gingen, stelle ihren"hygienischen Kenntnissen kein
günstiges" Zeitänis aus; feiner fühlende Naturen" hätten sich von“vorn-
            
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