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übrigen Bewohner. "Wenigstens widerspricht ihre große Anzahl und ihr
gedeihliches Aussehen dieser Annahme fkeineswegs.
Dur< das Aufkommen jener leichten Beileidung einerseits, und
ändeverseits durc< die, nach den vielen über Rom und seine“ Umgebungen
gekommenen Verheerungen erfolgte und ' durc< "eine "schlechte Regierung
unterhaltene Vernachlässigung der gehörigen Kultur des Bodens, gewann
die 'aria cattiva' ämmer mehrt" an Stärke und "Einfluß "auf den ' Körper,
und die Campägna Roms, einst ein blühender Garten, wurde in dem
Gräde ungesund und entvölkert, wie wir jet sie sehen... '!
Merkwürdig ist noc<h, daß 'die aria-cattiva' auf die Herven, welche
do< bei Tag und'"Nacht auf der Campagna frei umhergehen, nicht den
schädlichen Einfluß äußert, wie auf den Menschen, eine Beöbachtung,
welche allerdings die Einwirkung der schädlichen Luft' 'dur< die absorbierenden
Hautorgane'“zu beweisen scheint» indem“ eine “solche Einwirkung
beiden“ mit Wollen oder "Haaren bekleideten Tieren notwendig weniger
stark: sein' muß," Daraus scheint! aber "ferner wieder ' hervorzugehen ,' daß
das vorzüglichste Mittel, wodurc< die alten Römer gegen den Einfluß der
aria cattiva, bevor» diese dur<" eine treffliche Bebauung "des Bodens" vermindert
- wurde, sich shübten/ wirklich die wollene“ Körperbede>ung war,
und va* somit die Kleivung "unserer Tage für Gegenden „wo "einmal
schleh. : Luft "herrscht, dur<aus' unzwe>mäßig sei: 2187.
nmerfung ider Redaktion) Das Monatsblatt hatschon
früher davon Trwähnung gethan, daß die Bewohner des alten Latiums
sich a2gen) die: dortige: Fieberluft «(heutzutage 1; aria Vrattiva genannt) zu
shüßen wußten dur< das Tragen'von Diervließen und. schweren
Wollstoffen und das beständig. auf-dem. Herd lodernde Feuer (Monatsblatt.1683
S. 143), fexnex. daß. M 9 mmsen- in seiner römischen Geschichte
ebenfalls. erzählt, „daß die. Römer, sich, vor der Malaria „durch Tragen von
weißen (aljo : naturfarbigen) . Wollgewändern und das . Tag und , Nacht
brennende. Herdfeuer ges<hüßt haben (Monatsblatt. 1883 -S. 241). j
Der. neueste Stand in. der Campagna (man beachte, daß das an der
Spie. der Mitteilung erwähnte Buch) aus dem Jahr 1839 stammt): ist
übrigens, folgender: Jn einem wegen. wiederholten Aussterbens" der Cin-Ea
immer wieder verlassenen: Kloster in der Campagna, siedelten ,sich
vor einigen Jahrzehnten) Traypistenmönhe an, die. dank ihrer bekanntlich
ganz reinwollenen Kleidung. zunächst dem Sumpffieber Widerstand leisten
konnten und, die in dem. Fieberbaum (eucalyptus)- dessen jioher widrige
Eigenschaften sie in Guropa, soviel uns bekannt, zuerst erkannt und praktisc)
verwertet haben, einen mächtigen Bundesgenossen zur, Bekämpfung
der. Fieberluft. gewannen. on diesem Muster Game if „denn. auch die
Wieder-Kultivierung der. Campagna. mit „bestem rfolg in „Angriff. genommen
worden. |
Dae Bemerkung bezüglich der Seuchenfestigkeit der Schafe ist natürlih
der Ausfluß einer falschen Auffassung. Es handelt sich hiebei nicht
bloß um die Hautorgane. Die Fieberluft wirkt natürlich auch durc< Einatmung,.
aber, wenn die, Haut. nur mit Wolle. bede>t ist, so kommen alle
die seuchenwidrigen Wirkungen der letzteren auf den Gesamtkörper, welche
in den Veröffentlihungen über: das. Wollregime beschrieben sind, zur Geltung
und natürlich bei einem Tier noch "in erhöhterem Maße , weil" der
lebendigen Wolle die seuchenwidrigen Eigenschaften in weit höherem