Full text: Professor Dr. G. Jägers Monatsblatt : Zeitschrift für Gesundheitspflege u. Lebenslehre (Jg. 1888, Bd. 7, H. 1/12)

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Maße. zukommen, als der. toten Wolle auch der normalsten Wollkleidung. 
In Nr. 4 des Monatsblatts. 1888 S. 85 F. sind die Versuche mitgeteilt, 
nach welchen. .da3 „Wollfett (Lanolin). allen Bakterien widersteht und sie 
an. ihrer. vegetativen. Thätigkeit. hindert. „Darnach ist das -Wollfett. der 
Hauptträger dex seuhenwidrigen Eigenschaft dex. Wolle und je reicher an 
reinem Fett. eine solche ist ,,um so seuchenfester. macht. sie. Die lebendige 
Wolle eines Schafes enthält von. 7. b1i3- sogar. zu 30 Proz, Wollfett,. wäh» 
rend die Wolle unserer künstlihen „Gewebe zwar immer. noch Wollfett 
genug enthält, um seuchenwidrige Eigenschaften zu.besißen,. aber eben doch 
bedeuten? weniger, als jene. Daher Fommt es ja auch, daß. das Volk 
läng'n € trümpfe. u. s. w..zaus „unentfetteter Wolle macht.. und. als; Heil- 
mit“ „uühbt. 
Dunkle. Kleidung. - Es ist mht allgemein-bekannt, daß eine Person, 
wel<?2- 3a "Krankenzimmern schwarze oder dunkle Kleidung trägt, empfäng- 
lichey für “anste>ende Krankheiten ist als. diejenige:;» welche mit. hellen 
Stoffen bekleidet ist; weil die -Ausdünstungen , welche von. den kranken 
Körporn. ausströmen,, viel leichter « von dunklen als: von "hellen Stoffen 
aufgesaugt /werden-. Dies läßt sich leicht: erproben ;- wenn man vein helles 
und: ein dunkles Kleid fünf Minuten lang dem Tabakräuche ausseßt, wird 
man: finden , daß -das dunkle stärker nach „Tabak vieht und«den Geruch 
länger festhält als das helle. Jn Zimmern, wo anstoende4 Krankheiten 
herrschen, sollte'man-deshalb feine schwarzen oder dunklen. Gewänder tragen. 
ims (Phaxm.: Post.) 
Ueber “den Gebrauch “von verzinnten Büchsen zu Konserven. 
(Aus Vegetarische Rundschau“ VU. Jährg. Nr. 7.) Nach der' „Ch. Ztg.“ 
fand'“Th. Sach 8"beim" Oeffnen einer verzinnten Eisenblechbüchse, welche 
29 Stü> Spargel enthielt, ' die innere Wandung mit einem moirecartigen 
Beschlag,“ wie man ihn bei der Ginwirkung' von Säuven auf Zinn erhält. 
Infolge dieser Beobächtung hielt sich "S? verpflichtet, eine“ genaue Unter- 
suchung-'der (was besonders hervorgehoben sei) im Geschma> und 'Geruch 
Bolistänvig Anneränderten Früchte "änzustellen, erfand darin in Summa 
0,0709" Gramm Zinnsäure, wähvend die Brühe“ fvei»-von Zinn“ war. 
Sach 3“ hält' nach dieser Beobachtung das Verpacen von Konserven jeder 
Art in verzinnte Eisenblechbüchsen für unzulässig. 
"Duft und. Biene. Hierüber teilt Kühe K. aus F. mt: „Die den 
meisten Bienenzüchtern rätselhafte aber allbekannte Thätsähe ou Vor? 
Was RihÄhniee fn friedlich vereinigen lassen, sowie an Stelle einer 
alten Königin niemals eine junge unbefruchtete Königin sich sehen läßt, 
findet" ihre“ Erklärung darin, daß ein Nachshwarm mit jungfräulicher 
Königin ein brünstiges Jndividuum ist, das einen ganz spezifischen Duft 
besitzt, durch 'den Königin und Bienen fich söfort verraten als Fremdlinge,“ 
| Briefkaßien. 
da 05 S. Ih Ri Frag et In Ihrem! Artikel Über“ Lüft "(Separatabdri) ist 
mit“ Recht: hervorgehoben; "daß!/Wind' im 'RüFen rein "Gefühl der Unbehaglichkeit und 
eine) Gefahr/der Erkältungbewirke.y Dennoch: ist der «Rücken, bei1>der) -Normalklei- 
dung) jam wenigsten „geschübt.] - „Ist hiexonicht. zu fürchten, daß»die, Gefahr, der /Er- 
kältung. durch. die; leichte Nückenkleidung. vermehrt. werde? . Empfiehlt sich in win- 
Fortsetzung in der Beilage.
	        

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