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der einen Seite erinnerte man an gewisse cyprische Kultusgebräuche, auf
der andern erklärte man die Hunde ganz einfa< für Tempel- und Hexdenwächter.
Reinach hat nun in diesen Streit ein neues Moment eingeführt,
indem er auf eine EntdeXung in Epidauros hinweist. Cine doxt
an der Stätte des Ae3culaptempels entde>te Stelle enthält eine Inschrift,
welche mehrere wunderbare Heilungen mitteilt. An einer Stelle heißt es,
ein erblindetes Kind sei durch die Zunge eines Hundes geheilt worden,
an einer andern, ein Hund habe eine Kopfgeschwulst gele&t und dadurch
schließlich zur - Heilung gebracht. E3 erscheint also als sicher, daß der
Hund ebenso wie die Schlange im Kult des Aesculap eine Rolle spielte,
und daß die Tempel dieses Gottes geheiligte Hunde besessen haben.
Darum braucht auch das Erscheinen des Hundes in den Tempelre<nungen
von Cittium nicht zu überraschen; zwar weiß man nicht, aus welchem
Tempel diese Rechnungen herrühren, doch sind die Beziehungen zwischen
vem phönizischen Etshmun und dem griechischen Aesculap sehr enger Natur.
Feinheit. Arnaldus von Villanova bringt folgende hübsche
Bemerkung:
Ex vino bono plus quam ex quocunque alio potu generantur --Spiritus
subtiles, clari et pluri, et inde est quod theologi, contemplari
Soliti circa altissima, bona vina diligunt.
(Guter Wein erzeugt mehr als irgend ein andere38 Getränk feine,
helle (d. i. hellmachende) und reine Geister, und daher kommt es, daß die
Theologen, die sich mit der Betrachtung der höchsten Dinge befassen, gute
Weine lieben.)
Die Subtilität der von jenen Theologen heraus8gewurzelten Fragen
und Thesen scheint allerdings durch den Wein beträchtlich erhöht worden
zu sein. =- Jm Uebrigen ist aber die Behauptung des guten Arnaldus
ganz im Einklang mit Jäger35 Seelenlehre: Feine Düfte wirken belebend,
anregend.
Die Kehrseite findet man in einem Wort Shakespeares (Heinrich
der Vierte, Zweiter Teil. Il, 4): „Der einen feinen Wiß ?! --Sein
Wir R häte wie Sm von Tema, 4
omöopathische Verdünnung. Hierüber erhalte ih zwei aus ver:
schiedenen Quellen stammende lun:
1 1. „Wenn es Ihnen noh nicht bekannt sein sollte, so wird es Ihnen
interessant sein, zu erfahren, daß in der photographischen Praxis ein Stoff
in homöopathischer Verdünnung allgemein als wirksam anerkannt in Anwendung
genommen wird. Die noch nicht entwickelten Bromsilbergelatine-Trocenplatten
verdirbt jede gewöhnliche Lösung von unterschwefligsaurem
Natron, welches als Fixiernatron bekannt und in Anwendung ist. Hat
man aber eine Platte in der Kamera nicht genügend lange beleuchten
können, ist die Platte also, wie man sagt, unter und giebt deshalb beim
Entwideln kein vollkommenes Bild, so legt man sie vor dem Entwickeln
in ein Bad von Fixiernatron, in dem dieses nur in einer Menge von 1 zu
12000 bis 1 zu 20000 im Lösungswasser enthalten ist. Solche homöopathisch
verdünnte Flüssigkeit schließt die zu wenig belichtete Platte geradezu
auf, so daß sie beim Entwickeln nachher sich so verhält, .als wäre
sie genügend lange belichtet worden.“ M.
2. „Wie bei den Metallen sich die Wirkung des unendlich Kleinen
geltend macht, zeigt Dr. Robert in der kgl. Bergbauschule zu London,