Volltext : Professor Dr. G. Jägers Monatsblatt : Zeitschrift für Gesundheitspflege u. Lebenslehre (Jg. 1891, Bd. 10, H. 1/12)

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von der jeder auch nur halbwegs Erfahrene weiß, daß sie mit zunehmendem
 Alter, als mit zunehmender Verdünnung der Bouquette
wächst. Man denke sich, was geschehen würde, wenn ein Arzt abends
beim Glase Wein am Stammtisch eine solche Leugnung preisgeben und
behaupten würde, es sei eitel Unsinn, wenn man den Wein mit steigendem
 Alter auch steigend und zwar so sehr steigend bezahle, wie das
geschehe, besonders bei Flaschenweinen, wo doh gar kein Schwund
stattfände.
Rechnet man dazu, daß das gleiche Gese der Stoffwirkung von
der täalichen Erfahrung, wie ich in obiger Schrift zeigte, überall
in allen Tonarten nachgewiesen wird, daß es 3. B. das Grundgesetz des
Hunger82.54. s9 setzt eine solche Leugnung entweder eine Unerfahrenheit
 ohne 2! yn oder eine eherne Stirne voraus.
C**entl. 9) wärs damit die Auseinandersezung überhaupt aus, denn
wenn jemand eine Thatsache frisc<weg leugnet, so hat ja eine Erörterung
 über vie Er: ärung der Thatsache gar keinen Sinn, man kann
sich ruhig Lebewohl sagen. J< thue das aber nicht, da das fragliche
Schriftstü auch sonst noch für uns lehrreich ist.
Typisch iü 3. B. gleich der folgende Saß: „Wenn ich zur Bekämpfung
 der Sc<ulzschen Jdee keine eigenen Experimente anstellte,
79 untorli*ß ich dies nur, weil mir des Prof. Schulz eigene thatsächliche
 Pr hsergebnisse das Material lieferten, an dem ich nachweisen
komt? > oerade das Gegenteil von dem richtig 1*, was Schulz
und * ne howeisen möchten. . . . .. Wenn Jäger zu anderen
Sw - tano* sein will, so durfte ic< also auf Grund der thatfä
 hon Untersuchungsergebnisse annehmen, daß es fich
bi > entw“ » um einen Versuchsfehler oder um eine irrige
Auslep'"> feiner >w%> handle, was mir gleichgültig sein kann.“
Dd 2 1 21 dom Scolastiker um das „Hic Rhodus, hic
eg? "2 “Bar, „zngebietes, um die thatfächlihe Nachprüfung, um
. '» “Jung handelt. s9 weiß er sich aus irgend einem, wenn auch
% 1 gen Vorwand wie hier zu drücken. Es fällt mir da ein
ww ..
zend nach einem meiner auswärtigen Wandervorträge, als
m oine kleine Corona von Herren umgab, bat mich ein anw
 „2x homöopathischer Arzt, ihm doh mein Chronoskop zu zeigen.
3.) wies und erklärte es ihm; er nahm es dann selbst in die Hand
und probierte damit. Endlich wandte er sich an einen uns gegenübersitenden
 allopathischen Arzt, der scheinbar teilnahmlos mit beiden Händen
 in den Taschen sien geblieben war, reichte ihm die Uhr herüber
*) Oder kann geleugnet werden, daß der is<he Hunger (M ium-,
Saschieg-, Rauch- , Mi lotgt: Ww. pn M DOE WI
dünnung des betreffenden Stoffes im Körper, steigende Aufregung. ist? Vom
Speisehunger gilt das gleiche, nur ist hier die Verdünnungswirkung durchkreuzt
von den Folgen der Zersezung der Nährstoffe.
            
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