Auto-Isopathie.
Wie die Leser des Monatsblattes wissen, habe ich sofort nach
Bekanntwerden der Kochshen Methode (f. Außerord. Beil. 3. Monatsblatt
1390, 12) den Rat gegeben, Tuberkulöse mit ihrem eigenen
Tuberkulin , 1, 9). mit einer genügenden , mindestens die 30. Potenz
erreihenden Perdünnung ihres eigenen Auswurfs 1 b-handeln, ein
Verfahren, dem i 1 den Namen Auto-, sopat"
55 habe mich nicht begnügt, diesen z?ot in dom 2"onatsblatt zu
veröffeniuuichen , sondern habe aur rdem noch in einem zirkular eine
Reil.2 mir persönlich und wissen]. Jaftlih nätr stehende homö09p athisc<?
Aerzte aufgefordert, in -ijrer Praxis L'orsuche anzustellen.
Leider ** die Zahl derer , die meiner Anregung folgten, bisher eine
gerin * "blieben , allein einige haben es gethan und auf der vierten
Jahresvrsammlung des Vereins dor homöopathischen Aerzte Württem -
berg3 , die am “ .. Oktober 182! in Stuttgart stattfand , trugen
die Herrn ihre Erfahrungen vor, die Nummer 23 und 24 der „Allgemeinen
Homöopathischen Zeitung" vom 10. Dez. 1891
bringt die gehaltenen Vorträge zum Abdru> und ich erlaube mir nun
meinen Lesern das wesentliche dieser Berichte hier ebenfalls vorzulegen.
1. Behandlung der Lungentuberkulose mit Tuberkulin,
Vortrag von Dr. med. H. Göhrum, Stuttgart.
Meine Herren! " es i« “nen meine praktischen Ergebnisse vorlege,
muß i folgendes voraus „«>en.
Kochs 2 »rfahren hatt? fr die homöopathischen Aerzte eine neüe
Saclags 7 „gaffen; c> fiellte 1.2 vor die Qlternative „ignorieren“
oder „probieren“. Ein Teil ging den ersteren Weg, ein anderer dachte,
es stel, gerat2 das letztere cinem homöopathischen "2 besser an.
Aber die Mitglieder dieser Gruppo ängzen drei versäjiedene Wege :
1. die einen jaubten , Kochs Verfahren v2nau nachmachen , also mit
Kochin einsp. „:t zu müsser, +. andere benukten ebenfalls Kochin, aber
verwandten es nicht zu Einspritzungen, sondern gaben es wie jeden
anderc“. Arzne. 22* in homöopathisher Verdünnung, 3. den dritten
Weg schlug, wie Sie wissen, Prof. Jäger in einer vertraulichen Mitteilung
, die an unsere Vereinsmitglieder erging, vor. Als früherer
Schüler und Mitarbeiter Ou 3ers und weil mir seine Ausführungen
einleuchteten swiu2 ich den Jäger s<en Weg, den der Autoisopathie
ein, den Ste ya alle kennen *).
* Für die“ Leser "der Zeitung“ denen Jägers Vorschlag nicht bekannt
geworden, sei hier beigefügt , daß er in der Verwendung des eigenen Sputum
jedes Kranken zur Herstellung einer Hochpotenz besteht, die nach seinen neuralanalytischen
Untersuchungen zum mindesten die 30. Dec. sein muß, besser aber,
wie auch die Erfahrungen zeigten, noc< weit höher“ gewählt wftrd. Dr. H, G.
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