Full text: Beschreibung des Oberamts Tettnang (14)

Schmidt, Geovlogifjhe Berhältnifje. 
KR 
Karte, noch mehr, die farbige Darftellung des geognoftijdhen Atlaffes 
in 1:50000 gibt einen guten Begriff von der fonderbaren 
Sleichmäßigfeit diefer Gliederung des Hiügelgeländes nördlid) vom 
Bodenfee. Befonders Mar bringt fie die Höhenkurvenkarte zum 
Ausdruck, Wir Haben eS, um wenigftenZ den Namen diefer eigen 
artigen Oberflächenform hier fchon zu bringen, mit einer typifchen 
Drumlinlandfhaft*!) zu tun, einer Form des Geländes, wie 
fie in den verfchicdenften Weltgegenden in alten Sletjchergebieten 
gelegentlid) bekannt geworden ift. Nach den fpeziellen Unterfuchungen 
bei der geologifchen Landesaufnahme ift der Berfuch gemacht, im 
Farbenaufdrud der Karte zum erften Male alle einiger- 
maßen deutlichen Drumlinformen unferer Gegend (in brauner 
Horizontalfdhraffur) zur Darftelung zu bringen. 
Bwifchen den beiden Hügelgebieten dehnt fiH auch die breit 
anı See beginnende Chene weit nach Norden aus. Genauer ins 
Auge gefaßt ftellt fie eine breite, Flache Mulde dar, die fich 
zwifchen die plateauartig aufragenden AbfehHnitte der Hügellandfhaft 
einfentt. Auch fie fteigt, wenn auch viel fchrwächer, nach Norden 
an. Aber diefes Anfteigen erfolgt nicht überall gleichmäßig, wie 
im Talboden eines großen Stromtales, an das fonft der Anblick 
der Landihaft erinnert. An den verfchiedenften Stellen erhebt fich 
das Gelände plößlih in Form ausgezeidhnet fcharf gefchnittener 
Stufen. Sie find nicht gerade Hoch; darum treten fie aus 
größerer Ferne gefehen zurüc, Auch verhüllt hier üppiger Wald: 
wuchs vielfach die feineren Formen des Geländes, Wenn man 
aber weftlich Vangenargen von der Argen aus über Oberdorf auf 
Tettnang zu den Tettnanger Wald durchwandert, fo hat man 
nicht weniger als viermal pfößliche Anftiege vor fich, die über 
fharfe Kanten immer wieder auf weitgedehnice tifdhebene Ter- 
rafjen”) Hinanfführen, Die hHöchfte von ihnen, auf der die 
OberamtSftadt felbft gelegen ift, erhebt fich bereit? volle 70 m 
über das Mittelwajjer des Sees. Diefe Höchfte und auch die 
nächftniedere der Terraffen find übrigens auf die Oftfeite der 
großen Zalmulde befchränkt, {o daß der volle Stufenaufftieg nicht 
in der ganzen Breite des Tales angetroffen wird, wenn man e$ 
vom See au8 nach Norden durchmikt. 
In der unmittelbaren Umgebung der Hauptwafferader des 
breiten Bedens, der bis vor kurzem noch in vielfachen Mäandern 
1) Urfprünglidh irifder Ausdruck für Heinere SGeländerücen. 
2) S. die verfchiedenen grünen Töne de8 geologijdhen Bilde3,
	        

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