Full text: Beschreibung des Oberamts Tettnang (14)

Schmidt, Geologie Verhältnifje. 
anderen, Iinnig verwachfen mit dem Hügelreichtum der Drumlin- 
landfchaft. ES entftcht ein recht buntes, Fompliziertes Bild, deffen 
genauere Schilderung und genetifhe Deutung erft fpäter im Rahmen 
der geologifchen Entwidelung der ganzen Landjhaft ihre Stelle 
finden kann. 
Die Beurteilung der Höhenverhältniffe der hHüge- 
ligen Abfhnitte wird durch die reiche Zergliederung ihrer 
Oberfläche in die zahllofen Kuppen und Rücken einigermaßen er: 
(wert. Die buntfchedfige Bewaldung auf Höhen, Hängen und 
in den Gründen vermehrt zudem die Schwierigkeit eineS Überblides. 
Uber e8 gibt doch eine Neihe freier, zur Orientierung ganz gut 
geeigneter ®ipfel, allen voran die Brünnensweiler Höhe nordöftlich 
Tettnang (587,5 m). Hier erkennt man einigermaßen deutlich, 
daß die beherrfchenden GipfelhöhHen vom See her ziemlich 
glei mäßig zunehmen. Diefes Anfteigen ift in dem aus 
gedehnteren Sftlichen Plateauftick ftärfker und vollzieht fichh rafcher 
al3 im Welten, von Friedrichshafen nach Norden zu. 
Der Vergleich der Entfernungen der jeweil® erften Borkommen 
der Höhenftufen von je 50 m vom Seegeftade gibt von diefer 
Zunahme der Sipfelhöhen einen guten Begriff. In 395 m liegt 
der Spiegel des Bodenfee8s hei Mittelwajfer. Die erften Höhen 
von 450 m und darüber liegen im Often des Schuffentale8 etwa 
1,5 km vom SGeftade landeinwärts. In Weften treffen wir eine 
ent{prechende Erhebung erft um Unterraderach, mehr al8 2 km 
vom See entfernt. Die Rote von 500 m zeigt fich im Often 
durchfHnittlih in 4 km Diftanz. Nur die ausnahHmsweife hoch 
aufragende Straußenhalde nordöftlich Hemigkofen (521,7 m) komnmt 
bis auf 2 km an die in8 Land eindringende Bucht von Kreßbromn 
heran. Im Weften erreicht zunächft nur der Horradh nördlich 
ÖOberailingen, 7 km vom See, die Höhe von 500 m. Weiter 
nördlich tritt fie dann erft etwa 10 km vom See entfernt bei 
Taldorf und in dem zerfchnittenen Plateau nordweftlidy Hefigkofen 
wieder auf. Dabei ift vorläufig abgefehen vom Gehrenberg, der 
weiter weftlich al8 breiter Kegel die gefamte Uferlandfchaft de8s 
Sees bedeutend überragt (über 750.m). Außer an feinem Hange 
wird die nächfte Höhenftufe von 550 m hier im Weften des 
Oberamtes überhaupt nicht erreicht. Im Often tritt diefe Höhen: 
zone zuerft auf bei Efferatsweiler (Herrfchaft Achberg nördlich 
Yindau), 8 km vom See, in ähnlichem Abftande dann im Argen: 
berg bei RMappertsweiler und dem Einfhlag bei Zimmerberg. 
Bon nun an verlangfamt fich auch hier der Unftieg Jichtlich.
	        

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.