Full text: Beschreibung des Oberamts Tettnang (14)

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ODri3befHreibung, 
an Evrid abgelöft, gleichzeitig verkauft der Ritter ein daran ftoßendes 
Moor an da3 Spital. 1310 erwirbt daS Spital auch ein Holz im Wafad 
von Konrad von GHelmadorf, ebenfalls Hohenbergiihes Lehen, Zum 
Befibß des Spital gehörte (1537) die Mühle, fpäter auch eine Ziegel» 
Hütte. 1839 und 1852 murde der Wald verkauft !), Efrizmeiler Hat 
aber noch inı 16. Yahıh. Gülten in Ort %). 
Im 12. Yahıh. erhielt Kl. PeterZHhaufen von einer Irutlint Befig; 
im 14. Yabrhundert Hat der Ritter Hermann MuriZ die Vogtei darüber, 
mohl au3 heimödorfiichem Erbe (f. u.) ; er gibt fie 1348 feinem Schwiegere 
john Konrad Schwarz zu Konftanz, von dem fie 1412 auf Konrad Ruh 
übergeht ®%). 
F. recht3 der Brunnisadh war Filial von Bermatingen *), biz 1485 
Kl. Salenr, dem dieje Pfarrei inforporiert mar, erlaubte, eine von F. 
neuerbaute Kapelle jamt Leidhlege meihen zu lafien und die Sakramente 
darin zu Haben, gegen das Veripredhen, jährlich „in der Kreuzwocdhe unter 
den drei Tagen“ einen Kreuzgang zur Kirche in Yermatingen zu hun, 
deren Rechte nicht gejhäbigt werden follten. €E3 begann die Stiftun 
einer eigenen Pfründe; fHon 1580, al8 erft ein Einkommen von 300 
dafür zufjammengefommen war, erhielt F. die Erlaubnis zur Unterhaltung 
eine3 eigenen Priejter3, für defjfen Stelle aber weiter gefammelt werden 
follte®. Die völlige Löfung von Bermatingen erfolgte erit 1792; das 
Ratronat, daz früher der Gemeinde gehört hatte, zog Öfterreih an fid. 
Der BWeinzehnte zu Fi[Hbah gehörte (1565) zur Hälfte der Dome 
propitei Konftanz, zur anderen in den „Tannegger“ Zehnten. Ein Bers 
zeicdhni3 von 1565 führt 109 Stücd Keben auf, 10 im Holderrain, 48 im 
Bildgarten unter der Straße nach Buchhorn, 16 in der Hamerjtußen und 
35 in der Holzhalde; dazu kam dann noch einiges in Spaltenftein®) 
Grenzhof, Ziegelei, erft feit Ende des 19. Yahrh. genannt. 
Übrigen? {pielten die Ziegler {Hom früher eine Rolle in F. 1709 wird 
geflagt, daß fie durch erselfine® Leimgraben die zehntbaren ÄÜer ruinieren. 
— Gier an der jebigen Lande8grenze kaufte X. Weingarten 1307 um 
27 8 AS einen Wald von dem Buchhorner Bürger Hermann Muri, defjen 
Frau ihn von ihrem Vater, dem Ritter Nikolaus von Helmsdorf, geerbt 
Hatte. Diejer Wald wurde durd den Lipbadhy (1307 Littebach) in zwei 
Hälften geteilt und mar dureh den Bodenjee, durch die fogenannte „SÜD 
bacher Cihe“, dur den Wald des Konftanzer Bürger Strölin und einen 
Wald de8 Ritters Konrad von HGelm2dorf (f. o.) begrenzt’). 1318 kauft 
das KMofter wieder einen Wald am Lipbadh, und zwar von dent Ritter 
1) Wirt. Urt. 8, 272. Landvoatet 23 (deutlid) 1281); Stadtarchiv 
Konftanz Rep, III Nr. 5 und 8. — Befchreibung des {pitälijhHen Beftpes 
im Urbar des Spital von 1537. 
2) Mitteilungen a. d. Fürft. Arch. 1, 150. . 
3) Mon. Germ. Necrol. I, 673; Karlöruhe, Konitanz 659; Fürft. 
Urt. 6, 257, 260. . , 
4) „In diefelden Pfarr [Bermatingen] wir alle die von Fijdbad 
hin dijen der Ah gen Bermatingen werz gefeifen gehörig fein“. KarlSs 
ruhe, Salem 378, 
5) Karl8ruhe, Salem 378, 
6) Rarl8&ruhe, Konftanz Ausland 2022. 
7) St. Dofen 21, Or. mit der Aufjchrift: Wafacdh.
	        

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