Full text: Beschreibung des Oberamts Tettnang (14)

SHnegenhaufen. 
865 
Konrad von Anweil um 30 Mark Silber; LehenZherr diefeS Walde3 ift 
Sraf Rudolf von Oohenbern, der dent Klojter feine Rechte abtritt ?). 
Yange vor 1581 ijt der Wald zu Miejfen gemadht worden. 
8. Spaltenjtein, W., 87 €. Mit Nathaus. 1242 Zubehör 
der Burg Spielberg und wohl mit diejfer an Efrizweiler gekommen. 1246 
gibt Hermann Önifting von Raderag taufdhmeife einen Hof an die Kirche 
in Brochenzell. 1262 Hat Kl. Weißenau Befig; 1318 ftreitet e8 fi mit 
Qömental um einen Hof. Die Priefterbruderfdaft zu Konftanz erwirbt 
1486 Befig 7. 
Abgegangen: Adlozhofen, 1516 Eid enhalbd der Trauten: 
nuübfe unter YU.; Dvielleidht die 775 genannte Wdalolte8hHoba? (Warte 
mann 1, 76). 
Niederhof, al Flurname oft ermähnt, mit Reben und Zorkel, 
NogqgenhHaufen, ZFlurnanıe bei Riedern, Flurkarte 81, 25. 
16. Yahrh. Mogkenhaufen. 
Oberhof, bei Windhag; fHon 1478 Flurname, 
Spielberg, Burg, bei der Eihenmühle (in der Nähe des Bahn- 
marfhaufe®, noch jeßt Flurname). Die Burg Sp. ift wohl erft zu Beginn 
de8 13. Yabhrh. entitanden, Sie mird zum erftenmal in Jahr 1242 ges 
nannt, wo der Nitter Albero von Sp, (Spilberh) die bisher eigene Burg 
Sp. Jamt dem alten Weingarten, der Eidhenmithle, zwei Höfen in Hofen 
und Spaltenftein vonı Bifhof von Konftanz zu Lehen nimmt. 1262 hat 
Rl. Weißenau Befig in Spaltenftein und Spielberg. 1544 ift der Sp. 
„bei der Mülin zu Wihachy“ Zubehör von Schloß Efrigmeiler. Die 
Glieder des Haufes werden bi Ende de8 18. Jahrhundert? genannt, 
Yäufig zufanımen mit der Familie Wildemann; 1276 mit Befiß in 
Rünunert8&mwveiler und AniSreute 3), 
Trog kräftiger Entmiklung der induftriellen und der gewerblichen 
ArbeitSgefegenheit i{t die Hauptermerbäquelle der Bevölferung nod) immer 
die Landmwirtihaft. Klima und Bodenverhältniffe ermöglidhen, vom 
Weinbau abgefehen, den Anbau fajt aller Kulturen; immerhin wirken 
bie Falten FrühjabhrSnebel auf die Vegetation oft unglinftig ein, Das 
Wiefenareal (einfOl. vieler Streumiejen inı „Ried“), fomie der Bau von 
HZutterfräutern (Numkelrüben, Kohlraben, Kürbiffen) ijt fehr ausgedehnt; 
heuerdingS pflanzt nıan auch für eine Schmeizer Kunfervenfabrit viel 
Srbfen, Von den größeren Landwirten der Gemeinde (gegen 50 haben 
zinen Grundbefiß von 10 ha und mehr) Kommen jedes Jahr Frucht umd 
Obft zum Verlauf an Gändler in Friedrichshafen. Der bedeutendite 
(andwirtfehaftliHe Betrieb ijt die X. Hofdomäne Manzell mit ihrer weit- 
bekannten NindviehHzudht (HGolländerrafie) und ihrent vortrefflihen Obit- 
bau. Der von ihr in den 1830iger Jahren eingeführte Anbau 
von Runkelrüben Hat fiH von da int ganzen Bezirk LE. erfolgreich 
verbreitet. Mindvieh- und Schhweinezucht, Gejligele und MienenBallung 
ind überall wichtige Ermwerbszweige der Bevölkerung. Segen 800 1] 
Mildh werden täglihH nah außmärtZ verkauft, daneben KLonımen große 
1) St. Hofen 21, Or. mit Auffheift: „Die MöndhHwtefen genannt“ 
2) Wirt. Url, 4, 121, 441; 6, 50; Fürft, Url. 6, 260; St. Löwen: 
tal 6, Wangen 59. . 
8) Wirt. Urk. 4, 441; 6, 50; Karlöruhe, Konftanz 2021; v. Wlberti 
Überamt Tettnang. 55
	        

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