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Ortsbefchreibung,
feite abjcehließend, das Stallgebäude. Aug die Scheune (Nr, 68)
war früher mit einem Rundturm verfehen, Der Burggraben ift
erhalten, an Stelle der Zugbrücke ift eine fefte getreten, Xroß
fpäterer Underungen bewahrt die ganze Anlage den hiftorifchen
Charakter eines alten Herr{chaftsfikes, Audy im Dorf ift noch ein
„altes“ d.h, früheres Schloß, jceßt Bauernhaus mit gewaltigem
fteingewölbtem Keller und Pferdeftall im Erdgefjhoß. Am Runde
bogenportal F(riedrich) Allbrecht) v. G(aisberg) 1754 mit Wappen,
im erften Stod alte Türen, Schlöffer, Böden, an den Decen
Wandel und Gitterwerkftukfatur erhalten, Das zugehörige Jäger»
haus ift umgebaut, die Hofummauerung teilweije erhalten, An
alten Bauernhäufern geht Ir. 20 nach feinen Konfolen ins
16. Sohrh. zurüd, Nr, 46 hat Schnikerei an den Schwellen,
Nr. 15 trägt Infchrift von Zimmermann 3hle und fromme Infchrift
im früheren Bortal um 1800, Zwei Fach werkhäufer mit
Rautenmufterung in der Schloßftraße, ein 1738 datiertes mit Fate
fchrift und Steinpforte in der Hemminger Straße.
Schödingen!) (814 villa Skeckinga; vom BN.; val. Schöd) ift
814 erwähnt als ein Ort im Glemsgau, wo I. Lorch von einem
Gunthard, der aud) in Gerlingen begütert war, eine Hıbe und
eigene Leute erhielt. Wir hören nichts weiter darüber. Erft vom
14, 3Zahrh. wird die Lage im Ort für uns deutlidh. Sch, ift in
zwei Hälften zerlegt, die fih in der Hand niederadliger Familien
befinden und erft am Ende des 15, Zahrh. in der Sand der
Nippenburg wieder vereinigen. Es ift zweifelhaft, ob jene For
milien als Nachfolger eines Ortsadels hier faßen oder vielleicht
als Erben einer Familie, die das Dorf aus der Hand des Hoch.
adele, etwa der Grafen v, Baithingen oder v. Zübingen, an fich
gebracht hatten,
3m 14, Zahrh, ift die eine Hälfte des Buraftalls und des
Dorfes als württembergifches, früher vaihingifches Lehen in der
Hand des Wolf und des Brennmul v, Oeweil, deren Gefchlecht
Ion 1300 hier begütert war und 1390 ausftarb. Wie in Osweil
je[bft find auch hier die Herren v. Kaltental an der Erb{chaft
beteiligt; fie werden 1414 bis 1429 mit % an Sch, belehnt. 1430
verkauften WilhHelın und Hans v, Kaltental ihr Viertel an Hans
v. Nippenburg, Das andere Viertel, das zu diefer Hälfte gehörte,
ift 1413 in der Hand des Zörg Bürger, für den es fein Vater
zu chen empfängt (alfo wohl mütterliches Erbe des 3Zörg); um
1430 vertauft cs Jörg Daker gen. Bürger ebenfalls an Hans
v, MNippenburg als Eigen und macht dafür feinen Hof Koftenfol
zu Waiblingen zu württ, Lchen; doch wird aud) diefes Viertel
fortan wieder als Lehen behandelt 2).
1) St., ba; Et., Lchenleute, St, Lchenlb. Nr, 69 (1499) und
Ir. 68 (1526): Güterbuch um 1600 (Rath); Lb, von 1625 (Rath.);
©b. von 1662 St., Ychenleute 200; £b. von 1673, St,, Lb, Nr, 1008.
\b, von 1706, St., 2b. Wr. 1017; Weidlb. von 1725, Rath; Lb.
des Dorflchens 1731 (Schloßarchiv), Berz. der Leibeigenen ‚des
Martin v. Nippenburg 1584; St., Lchenlb, Nr. 70, Chronikalifche
Aufzeichnungen von Bf. Zeller, im Pfarrh,
2) Bibsh. 1885, 118, 133; EBL Urt. 1, 145; GSt., Lehenleute