Volltext : Beschreibung des Oberamts Leonberg (30)

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OÖrtsbefchreibung,

dem KRifch gehörte, um 322 fl. als freies Eigen. 1431 gehörte der
Sof dem Ulrich Keller von Leonberg. 1568 war diefer „Maicrhof“
 das Eigentum von vier familien, die ihn als Erblehen
verliehen hatten; er war von Steuer, Schakgeld, Hilfgeld, Reise
geld und anderen Beichwerden frei und hieß deshalb Freihof.
Serzog Chriftoph trat 1568 für die Freiheit des Hofes gegen
NViartin v, Nippenburg ein, 1655 Faufte der Herzog die in ver.
Ihiedene Hände gegangenen Gültteile (außer denen in der Hand
des Maiers felbft) auf. Der Hof, der an den Schloßagraben grenzte,
vorne auf die Straße und hinten auf den Hemminger Weg iticß,
hatte große GStlide, die faft alle an den Ortsherrn anftießen
und 1731 in viele Teile zerriffen waren; zufammen etwa
100 Mia. ®).

Nach dem Lagerbuch von 1526 hatte Hans v, NMippenburg den
Stab und alle Obrigkeit, den Kirchenfaß, einige Heine Binfe,
Korngülten aus zwei Huben (der v. Urbac) Hube; der v, Ochfen:
bad) Hube; dabei erwähnt: der v. Mönsheim Hüblein); Zinfe
aus der Mühle zu „Vell“, Früchte nach) Bela, vontbare Äcker
(f.u.), ferner als eigen den oberen Sof mit 125 Mg., den
unteren Hof und das Cchnepfengütle, DBefiß in Hirfhlanden, Tonn
(S. 694), Digingen und Gebersheim war damit verbunden. 1569
war ein Hof in Sch, mit der Nippenburg felbjt in einer Hand.
1623 verkaufte Hans Philipp v. Mippenburg feinen halben Teil
des Oberhofs, ohne Haus und Garten, famt Anteil am Bferch
um 6300 fl, an die Gemeinde Sch.; die andere Hälfte kam 1646
an eine nippenbutgifdhe Witwe und 1680 um 1500 fl. an mehrere
Bürger, Den Niederhof (1731 unterer oder hinterer Hof) verlich
 1629 Chriftoph Enaclbold v. N. auf 3 Jahre gegen die
Hälfte des Ertrags; er kam nach) 1646 an eine nippenburgifche
Witwe, geb, v, Stettenbera, und war 1706 im Belig des Hof»
meifters Karl Chriftian v. Stettenberg (1731 deffen Witwe), dem
der Herzog 1705 auf Lebenszeit, 1715 auf ewig Befreiung von
Kammerfteuern, Gülten ufw. gewährte; der untere Hof hatte
(1731) etwa 180 Ma. *). 1731 wird ein Kappelhof (oder ein Kappel«
hubgut) erwähnt, der in die Rfarrei, urfprünglidh wohl in die
Kaplanei Hofen eine Gült gab. Ein Mönsheimer und ein Leon«
berger Hubaut waren wie die Ochfenbacher und „Auerbachfhen“
(Urbach) Huben 1731 in einzelne Hcer verteilt,
Sm 16, Sahrh, wurde beim Schloß eine Kelter acbaut, die der
Echloßfherr unterhalten mußte, dody fo, daß die Bürger eigenes
Gefchirr hatten; fie gaben die 11: Maß ale Kelterwein, aber nur
von dem, was in der Kelter herablauft, nicht vom Vorlaß.
1668 war Streit darüber, weil die Weingärtner auch den Wein,
der vor der Preffung durch den Baum herablief, vorher aus-8)

 St., Adel II, 132; £bg. 10; 2b, von 1706.
9) Der Oberhof Ing (1625) mitten im Dorf zwifhen Pfarrhaus
und Bürgerhaus, ftieß vorn auf die Gaffe, hinten auf den Etteraaun;
 der Unterhof unten im Flcden zwifchen X. und der Gaffe,
ade Da auf die Gaffe, hinten auf Jakob von Maur; St., Lehen»
DU,
            
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