Bohnenberger, Sliaube und Sage.
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der abnehmenden oder abfteigenden Zeit, dagegen alles, mas aufmärts
machien oder gedeihen foll, in der zunehmenden oder auffteigenden. So
nimmt man in erfterer Warzen: und Wurmkuren vor, jcHhneidet in lepterer
die Haare. Den 70er Krieg habe ein Sturm angefündigt, der viele
Haujer abdedte (Weil im Dorf).
Vor Heren glaubte man fiHG noch allenthalben hüten zu müffen. Nur
aus wenigen Ort{haften wird verfidhert, vom Herenglauben jei wenig
inehr zu merken. Nach der allgemeinen Erfahrung wird er auch dort
immer wieder aufgelodert fein. Wie andermärtz weiß man fie daran
zu erfennen, daß fie den Leuten nicht ruhig ing Auge bliden können, oder
mit bejonderen Mitteln in der Kirche, wo fie umgefehrt (vom Altar ab:
gewandt) fiken, jo wenn man einen gefundenen Eggenzahn oder eine
Mute, die in der Karfreitagnacht gejcdhnitten ift, bei fich trage. Gelingt
e8, die Tiere, ingbejondere fHwarze Kagen, in deren SGeftalt fie gehen,
zu vermunden, fo erjcheinen fie nachher in menfhlicher Geftalt mit dem
entiprechenden Schaden. Zu ihren Untaten gehört Wegnahme und Ve:
ihädiqung der Nahrungsmittel, Yuälen von Menjch und Vieh, aber es
qilt überhaupt die Zauberei inggejamt al8 Hererei, alle8 wie andermärts,
Die Heren betreiben aber auch den anderswo dem Schrätiele zugewiejenen
Mipdruc. Beim zauberijhen Buttern joll fihH in Mön8Zheim eine Here
verraten haben. Statt des Spruches „aus jedem Haus ein Löffele, aus
(de)S Schulzen Haus ein Schüffele“ fagte fie verfehentlidH „aus jedem
Haug ein Schüfjele, aus (de) Schulzen Haus ein Häfele“. Darauf fei das
Yutterfaß unaufhaltjam übergequolien, Jodaß der Rahm auf die Staffel
Hinaus floß. Aus Angft vor ihrem Treiben nahm man möglihft wenig
von fremden Perfonen entgegen ober mweniaftens unter Anwendung von
allerlei Vorfichtsmaßregeln. — Zu den einfadhften Abwehrmitteln gehört,
daß man abend8 am Haus ber Here vorbeigehend murmelt: Bleib Heute
Nacht daheim, oder, mas allezeit und überall anwendbar: Ve... Dazu fol
man au vom angebotenen Schnupftabak etwas zur Erde fallen lajjen oder
Brofamen des angebotenen Brotes. Und abgelegte Stiefel fol man mit dem
Rohr gegen die Wand, der Sohle gegen die Stube unter die Bank legen
(Kutesheim), Auch Aufteilung der angebotenen Speije an drei erfonen
IHüßt. Cine harmloje Wimsheimerin fol Dankesmorten an die Pfarrfrau,
die ihr unvorfichtigerweife am Freitag eine Krankenjuppe gefchict hatte, hin:
zugefügt haben: e$ hat ung gar nicht® geihadet, wir haben zu dritt da:
von gegeffen. Al Spruch gegen Heren und andere höfe Mächte dient:
Seh weg von mir du böfer Seift, dır haft feinen) Teil an meinem Zieifd,
du haft Fein(en) Teil an meinem Blut, daß mir der böfe Feind nichts tut.
Ein Kölblein Steindl gegen die Heren und jonftigen böfen Sinfiuß hHenkten
noch viele Fuhrieute ihren Roffen an. Um Heren in Kauengeftalt zu ver:
treiben, muß man die Beitfhe in der linken Hand halten. Zur Abwehr
genügt aber auch Ihon, daß man den Befen umgekehrt in den Hausgang
ftellt, „Die Herenkunft gilt für vererbbhar, insbejondere auf die ültefte
oder jüngfte Tochter. Als Haupt aller Hexen dachte man fih Herenmeifter,
teilweife je einen für ein Dorf.
Von Erfheinungen des Teufel® wird wenig berichtet, befto mehr
von gefpenftifden Wefen, umgehenden Geiftern. Der Stellen,
wo e8 geiftet, wußte man fehr viele zu nennen, die Geftalten waren
großenteil® bie gleiden: fopflofe Männer (mit dem Kopf unter dem Arm,
nad) der Vorftellung und Abbildung von Enthaupteten), Männer und
Frauen in altertümlichem Gewand, Käger, Pfarrer und Kapuziner, Schweine