Volltext : Reinhard Ferdinand Heinrich Fischer 1746 - 1812

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es, daß er die Bauherren auf längere Zeit von der Steuer befreite
oder durch kostenlose Lieferung von Baumaterialien unterstützte. Diese
Fürsorge zur Hebung der privaten Baufreudigkeit steht in engem Zusammenhange
 mit dem großzügigen Residenzbauplan, der auch sonst
in der Stadt eine Reihe von Verschönerungsarbeiten nach sich 30g.
Selbstverständlich machte der Herzog in den Fällen, wo er Privilegien
oder Unterstüßungen gewährte, seinen Einfluß auf die künstlerische
Gestaltung des betreffenden Hauses geltend, und wenn es sich dabei
um die Wahl eines Baumeisters handelte, dann kam für ihn nur sein
Hofarchitekt in Frage. Außerdem war die Stellung Fischers an sich
schon für viele Bauherren Veranlassung genug, sich des Rates und der
Dienste dieses Mannes zu bedienen. Daher ist es auch verständlich,
daß die Stadt unter seinem Einfluß bald ein stilistisch ziemlich einheitliches
 Gepräge erhielt. Der nachfolgende Klassizismus allerdings
hat es verstanden, dieses Bild gründlich zu verändern; er hat nur
no< wenige Spuren davon übrig gelassen. Nach den Resten und auf
Grund der spärlich vorhandenen Archivalien glaube ich Fischer selbst
nachstehende Bauten zuschreiben zu dürfen:
1. das sogenannte Calwer Haus,
2. das Haus des Rotgerbers Schmid (später Ministerium des Innern),
3. das Haus des Hoffilberarbeiter3 Sic> (heute staatl. Wasserbauinspektion),

- Fischers eigenes Wohnhaus an der Cannstatterstraße (an Stelle
des heutigen Prinzessinnen-Palais),
9. das Haus des Regierungsrates Feuerlein, Fischers Schwager (an
Stelle der heutigen Vereinsbank),
6. das Palais des Preußischen Gesandten Madeweis, Königstraße 35
(abgerissen),
7. Haus des Hofrats Tritschler (jezt Oberes Museum, E>e Kanzleistraße),

8. Haus des Schönfärber8 Plouquet,
9. Haus des Hofschreinermeister8 Schweickle gegenüber der Hospitalkirche
 (jezt abgerissen),
10. Haus Wilhelmsplatz 13 b,
11. König von England (Gasthof),
12. König von Württemberg, Ee Lange- und Kronprinzstraße,
13. Fischer8 Wohnhausumbau an der Cannstatterstraße,
14. Fischer Wohnhaus Charlottenstraße Nr. 1.
            
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