Volltext : Reinhard Ferdinand Heinrich Fischer 1746 - 1812

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Walmdach, der in Grundriß und Architektur streng symmetrisch durchgebildet
 war. Das Erdgeschoß enthielt eine große dreiachsige, vepräsentative
 Eingangshalle, zu deren beiden Seiten nach der Straße zu zwei
Säle lagen, die wohl für die Geschäfte der Gesandtschaft bestimmt
waren. Drei Korbbogenöffnungen verbanden die Halle mit dem
Längsflur und dem großzügig angelegten Treppenhaus, das erste streng
achsial und repräsentativ gestaltete Treppenhaus Fischers im Wohnhausbau.
 Das erste Obergeschoß mit seinen großen Sälen diente ausschließlich
 repräsentativen und gesellschaftlihen Zwecken; im zweiten
Obergeschoß befanden sich die Wohnräume.
Diesesmal gelingt es Fischer restlos, Architektur und Distribution
in organischen Zusammenhang zu bringen. Die Halle im Erdgeschoß,
der Saal im ersten Obergeschoß und dex Salon des Wohngeschosses
liegen in dem dreiachsigen Mittelrisalit, das durch Lisenen, den konsolengestüßten
 Balkon und einen Dreiecgiebel hervorgehoben war. Die
E>en des Gebäudes sind mit rustizierten Lisenen gefaßt: Eine Präzisierung
 des Baukörpers. Im übrigen erfolgt die vertikale Gliederung
nach dem bekannten Prinzip. Über die Stukkatur ist nichts bekannt. Sie
dürfte aber mit der von Fischer3 eigenem Hause verwandt gewesen sein.
7, 8 und 9. Häuser des Hofrats Tritschler, des Schönfärbers
Plouquet und des Hofschreinermeisters Schweikle.
Über die weiteren von Nikolai genannten Häuser des Hofrats
Tritschler in der Kanzleistraße -- erbaut vor 1781 -- sowie das Haus
des Schönfärber3 Plouquet, das im Jahre 1783 erbaut wurde, konnte
nichts ermittelt werden. Und von dem großen Wohnhaus des Hofschreinermeister5
 Schweikle, das gegenüber der Hospitalkir<he stand,
wissen wir nur, daß es der Herzog und die Herzogin im Jahre 1786
eines eingehenden Besuches würdigte. Die Besichtigung zeigt übrigens
das große Interesse des Herzogs an der privaten Bautätigkeit in
seiner Residenzstadt.
10. Haus Wilhelmsplaz 13b.
Fraglich erscheint, ob auch das Haus Wilhelmsplatz 13b von Fischer
stammt. Die Tradition in der Familie des Besitzers spricht von Weihing
 als dem Erbauer, doch ist der Typ und die Formen -- ich verweise
 besonders auf das entzü>ende Portal =- Fischer so nahestehen,
daß man ihn mit ziemlicher Sicherheit als den Schöpfer des Entwurfes

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