Full text: Jahreshefte der Gesellschaft für Naturkunde in Württemberg (Bd. 124, 1969)

Urmensch-Museum Steinheim 
Mammuts der letzten Eiszeit — überlagert; es wird also ein waldreiches 
Interglazial vom nachfolgenden Glazial, der beginnenden Riß-Eiszeit, 
abgelöst. Erläutert wird diese im Sediment angedeutete, in der Fauna aus- 
geprägte Geschehensfolge durch das Profil einer 1957 aufgenommenen 
Grubenwand und durch eine die Häufigkeit berücksichtigende Darstellung 
der wichtigsten Großsäuger-Formen beider Schichtglieder. Eine Auswahl 
an Funden - ergänzt durch Modelle — ist in den vier großen Seitenvitrinen 
zusammengestellt; hervorgehoben sei der gewaltige Stoßzahn eines Wald- 
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Abb. 3. Lebensbild des Steinheimer Urmenschen nach den Forschungen von 
Frıtrz BERCKHEMER und MiıcHAIL MICHAILOWITSCH GERASSIMOW. Von RICHARD 
Kıwır (Ludwigsburg) unter Anleitung des Verfassers 1968 gestaltetes Gemälde. 
elefanten, die Stirnschädel zweier Steppenbisonten, ein Oberschenkelbein 
vom Steppenelefanten und die breitflächige Geweihschaufel eines Riesen- 
hirsches. 
Man darf wohl sagen, daß trotz der räumlichen Beschränkung mit dem 
von Professor Dr. ALBERT WALZER und dem Verfasser gestalteten Ur- 
mensch-Museum eine würdige Gedenkstätte für jenen glückhaften Fund 
geschaffen wurde, der den Namen Steinheims in alle Welt getragen hat. 
Daß dieses schon vor langen Jahren angeregte Vorhaben verwirklicht 
werden konnte, ist der Tatkraft von Bürgermeister ALFRED ULRICH Zu 
verdanken; darüber hinaus aber gebührt Dank und Anerkennung der Stadt 
Steinheim an der Murr, welche, durch Kreis und Land unterstützt, erheb- 
liche Opfer brachte, ihren ältesten Bürger derart zu ehren. 
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