Volltext : Jahreshefte der Gesellschaft für Naturkunde in Württemberg (Bd. 128, 1973)

HELMUT PELZ
Wiederum erscheint die Signifikanz der Unterschiede genügend gesichert:
 24,86 °/o der Unterschiede liegen auf dem 1-°/o-Niveau, weitere
14,71 °/o auf dem 5-°/o-Niveau, so daß bei insgesamt 39,57 °/o der Stichproben
 signifikante Unterschiede vorliegen. Auch hier überwiegen die Fälle
mit 1-°/o-Niveau jene mit 5-°/o-Niveau deutlich.
Übersicht 4 gibt an, wie häufig v bei den Männern, wie häufig v bei
den Frauen größer ist bzw. wie oft beide Geschlechter das gleiche v aufweisen.

Wie bei den Körpermaßen und -indices haben die Männer auch bei
den Kopfmaßen und -indices in etwas mehr als der Hälfte, genau in
55,58 % der Stichproben den größeren Variationskoeffizienten. Das
männliche Geschlecht überwiegt in dieser Betrachtungsweise bei fast allen
Maßen des Kopfes, jedoch nicht bei der Breite zwischen den inneren
Augenwinkeln, Ohrhöhe des Kopfes, Ganzer Kopfhöhe, physiognomischer
sowie morphologischer Obergesichtshöhe, Nasenhöhe und Nasentiefe.
Gleich ist der Variationskoeffizient bei beiden Geschlechtern vertreten bei
Mundlänge, morphologischer Gesichtshöhe und physiognomischer Ohrbreite.
 Bei den Indices ist es ähnlich, die Frauen überwiegen bei transversalem
 Kephalo-Facial-Index, Längen-Ohrhöhen-Index, Relativer Ganzer
 Kopfhöhe (2), morphologischem Gesichts-Index, morphologischem
und physiognomischem Obergesichts-Index, sagittalem Naso-Facial-Index,
 physiognomischem Ohr-Index sowie relativem Horizontalumfang.
Ein bestimmendes Schema läßt sich daraus nicht ableiten.
4. Ergebnisse an Kindern
Wie bei den Erwachsenen wird die Gliederung des Materials nach Erdteilen
 und deren Unterteilungen vorgenommen. An Vergleichsmaterial stehen
 Körperhöhe und Körpergewicht in verschiedenen Altersstufen sowie
größte Kopflänge und größte Kopfbreite zur Verfügung.
In Übersicht 5 wird die Häufigkeit signifikanter Geschlechtsunterschiede
 von 0 dargestellt.
Die Verteilung der signifikanten Unterschiede von o weicht von jener
der Erwachsenen deutlich ab: Allein beim 1-°/o-Niveau liegen 44,76 %/o des
Materials, weitere 11,43 %/o beim 5-°%/o-Niveau, insgesamt 56,19 %o,. Bei
weiterer Aufgliederung findet sich, daß 10 von den 19 Altersstufen der
Körperhöhe mehr als 50%, eine genau 50 °%o0 signifikante Unterschiede
aufweisen. Von den 15 Altersstufen des Körpergewichts ist in 11 mehr als
50 %o, in vier genau 50 %% Signifikanz vorhanden, bei den 3 Gruppen der
Kopfmaße 1mal 50 %%.
Trotz der geringen Anzahl der Stichproben in den verschiedenen Altersstufen
 ist also eine gesicherte Signifikanz der vorhandenen Unterschiede
gefunden worden.
Schließlich wurde in Übersicht 6 zusammengestellt, wie häufig v bei
Jungen oder Mädchen größer ist.
Jh. Ges. Naturkde. Württ. 128 (1973)

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