Volltext : Jahreshefte der Gesellschaft für Naturkunde in Württemberg (Bd. 134, 1979)

Stylolithenzüge in einem Ceratiten
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Abb. 4: Bereich der Innenwindungen der rechten Seite mit von Stylolithen teilweise
 umrandeten Fragmenten von Hoernesienschalen (Petrefaktendeckel).
werden konnten. Die Subspezies konnte auf Grund der durch die Stylolithen
 verursachten Zerstörungen nicht festgestellt werden, ebensowenig ließen
 sich Meß werte abnehmen.
Für die leihweise Überlassung des Ceratiten bin ich Herrn WESTERMANN
zu Dank verbunden und gebe im folgenden eine Beschreibung des interessanten
 Stückes.
Die Stylolithen zeigen sich auf der rechten Seite des Ceratiten. (Abb. 1)
Der auffallendste Stylolithenzug ist dabei derjenige, welcher kurz hinter
der Mündung beginnend (a), die Wohnkammer vollständig durchstoßen
hat, danach bis zum Beginn des Phragmokons (b) etwa zu ”/s in diese eingedrungen
 ist, wodurch ein Großteil der Außenteile abgesprengt wurde
(Abb. 2, 3). Weitere Stylolithenzüge sind auf der gegenüberliegenden Seite
sowie im Bereich der von Gestein bedeckten Innenwindungen erkennbar.
Auffallend darauf sind zwei Fragmente von MHoernesia socialis v.
ScHLOTHE. (Abb. 1-A, B), die zum Teil von Stylolithen umrandet sind, also
Stylolithen mit Petrefaktendeckeln darstellen (Abb. 4) (Beispiele siehe bei
WAGNER, 1913).
Trotz der starken Zerstörung durch die Stylolithenbildungen zeigen die
nicht betroffenen Phragmokon- und Wohnkammerflächen eine kräftige
Skulptur. Diese sowie die mit der Wölbung nach unten aufgelagerten Muschelfragmente
 lassen den Schluß zu, daß es sich um die Liegendfläche des
Ceratiten handelt. Die Stylolithen sind demnach von unten nach oben
vorgedrungen.
Auf der linken Seite des Ceratiten (Abb. 5) macht sich lediglich der
Stylolichenzug am Außenrand der Wohnkammer durch das Fehlen der ab-Jh.
 Ges. Naturkde. Württ. 134 (1979)

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