Volltext : Jahreshefte der Gesellschaft für Naturkunde in Württemberg (Bd. 134, 1979)

WALTER CARLE
etwa 8m Dolomitstein
13m _KGipsstein, teilweise mit Ton- und
Anhydrit-Zwischenlagen
etwa 3m Dolomitstein mit Ton- und Gips-Zwischenlagen
etwa 10m —Gipsstein mit Tonlagen
Liegendes: Dolomitstein
Die in allen Bergbau-Aufschlüssen der Heilbronner Gegend nachgewiesene,
 stratigraphisch bedeutsame Dolomit-Einlagerung in den Oberen Anhydriten
 ist also auch hier zu erkennen.
Sehr erstaunlich ist die Existenz des unter dem Schloßberg abgebauten
Gipsstockes; man erwartet solche Gipsmassen nicht in der doch anscheinend
 sehr exponierten Lage im Mündungswinkel zwischen Kocher und
Kupfer (Abb. 1). Zwei große Gipskomplexe sind unter der Bergnase erhalten,
 ein sichelförmiger Block von der Kirche bis zum Schacht und ein
N OS a A
—— ZW ?
—
Forchtenberg Kocher 8
7 a
— 5; Duff ;
u — if
Ka g
A g—
SS Cr
Zn x
(
EB. Gips —
; 8° Erdfälle
2 Mg
Abb. 1: Forchtenberg. Übersichtskarte des ehemaligen Gipsbergbaues von Christian
 Bühler und Söhne. Von W nach E: altes Bergwerk unter der Burg — Suchstollen
 — Schleppschacht und jüngerer Abbau.
mehr rundlicher Klotz unter dem Westteil der Ruine. Die Zwischenräume
sowie der Raum bis zum Ausstrich des Mittleren Muschelkalks sind durch
Subrosionstrümmer erfüllt, welche aus einem wirren Haufwerk von dunklem
 Ton und Brocken mittelgrauen Dolomites bestehen. Zwischen beiden
Gipsblöcken ist diesen Trümmern Gips in unterschiedlich großen Brocken
beigemengt.
Der gut gebankte Gips liegt in den weiten ausgeschossenen Hallen beider
 Abbauzentren (Abb. 2) waagrecht, doch fallen die Schichten nahe den
Auflösungsrändern mit rasch zunehmenden Winkeln bis zu 50° ein. Als
die im oberen Teil beginnende Auflösung auch das untere Lager angriff,
Jh. Ges. Naturkde. Württ. 134 (1979)

36
            
Waiting...

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzerin, sehr geehrter Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.