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Pleistozäne Säugetier-Reste und Schotterablagerungen
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Kloster Schöntal
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Abb. 4: Fundlokalität „Sand“ zwischen Bieringen und Kloster Schöntal.
„Sand“ (Abb. 4). Von der allmählich nach NW abgleitenden Jagst wurden hier
über lange Zeit Kiese und Sande abgelagert, die vom heutigen Jagstniveau bis in
eine Höhe von knapp über 227 m ü. NN hinaufreichen (R — 35 37 500, H —
54 67 000, h = 206m ü. NN bis ca. 227 m ü. NN). Sie wurden z. T. über Subrosionssenken
im darunterliegenden Trochitenkalk, die als Schotterfallen wirkten,
gesammelt. Im Zentrum derartiger Senken sind die pleistozänen Jagstablagerungen
bis zu 15m mächtig. Außerhalb der Schotterfallen dagegen erreichen
sie lediglich eine durchschnittliche Mächtigkeit von 3m bis 6m (UrrecHrT
1984 a, b; WoLFF 1988 a).
Zunächst unterhielten staatliche Stellen im Gewann „Sand“ eine kleine Kiesgrube,
die später von der Gemeinde Schöntal übernommen wurde. Sie lag stets
über ehemaligen Flußrinnen oder Subrosionssenken, da hier die Kiese mächtiger
waren. Nach Ausbeutung der Vorkommen wurden die Gruben mit Erdaushub
verfüllt und rekultiviert. Gleichzeitig wurde eine andere Stelle gesucht,
an der sich ein neuer Abbau lohnte. Auf diese Weise verlagerte sich der Standort
der Kiesgewinnung ständig.
Etwa seit Anfang der 70er Jahre wurde der Kies ca. 300 m südwestlich der
Schule Bieringen abgegraben (R = 35 37 550, H = 54 67 180). Durch wandernden
Abbau bei gleichzeitiger Anschüttung von Erdaushub und anschließender
Rekultivierung unterlag diese Kiesgrube bis zu ihrer nahezu völligen Wieder-Jh.
Ges. Naturkde. Württ. 146 (1991)