Volltext: Jahreshefte der Gesellschaft für Naturkunde in Württemberg (Bd. 147, 1992)

Beobachtungen auf Dauerquadraten im Irndorfer Hardt 
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Abb. 4: Dauerquadrat X von Osten mit mehrjährigen Birkenaufwüchsen, hinten vor 
dem Wald Erdfall und „Kalksteinkuppe“. Aufnahmedatum 2. 8. 1984. 
8.1. Moorbirke (Betula pubescens) 
Tabelle 14 
Die Moorbirke (Betula pubescens) ist im NSG Irndorfer Hardt reichlich 
durch fruktifizierende Altbäume in Form von kleineren Baumgruppen oder 
auch von etwas größeren Birkenhainen vertreten. Im begrenzten Umfang stel- 
len diese Birkenhaine durchaus ein Element dar, das durch seine Saum- und Bo- 
denvegetation die Artenvielfalt bereichert. Arten, die z. B. regelmäßiges Mähen 
nicht so gut vertragen, finden hier Refugien. Allerdings können in diesen Bir- 
kenhainen auch andere Gehölze, vor allem Fichten, so dichten Unterwuchs 
bilden, daß kaum noch andere Pflanzen aufkommen. Bei der Entfernung des 
Fichtenunterwuchses entstehen dann offene, völlig unbewachsene Bodenstel- 
len. 
Vegetationskundliche Aufnahmen solcher Birkenhaine aus dem Irndorfer 
Hardt sind schon bei FABER (1934), GRADMANN (1936) und KuHNn (1937) sowie 
bei SEBALD (1983: Tab. 8) zu finden. 
Bemerkenswert ist, daß sich auf den 3 relativ hochgrasigen Dauerquadraten 
VII, XI und XI zwischen 1980 und 1990 keine jungen Moorbirken angesie- 
delt haben. Auf den übrigen 10 Dauerquadraten gibt es in sehr unterschiedli- 
chem Umfang Moorbirken-Aufwuchs. Junge Moorbirken können sich offen- 
bar am besten ansiedeln, wenn die Rasen kurzgrasig sind oder auch Lücken 
aufweisen (z.B. durch Wühlmausaktivitäten). Fällt ein solches Stadium mit 
einem guten Samenjahr zusammen und kann die Moorbirke durch Brachliegen 
Ih. Ges. Naturkde. Württ. 147 (1997)
	        
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