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Abb. 9: Benard-Konvektionszellen im Querschnitt.
len unter Ausbildung von Schwundrissen ab; zumindest ist dies eine Erklärung
für die Entstehung von Basaltsäulen und ähnlichen Absonderungsformen
anderer Erstarrungsgesteine. Die Basaltsäulen sind übrigens keineswegs
stets sechseckig; eine Zählung am Giant’s causeway ergab 51% sechseckige
und 35 % fünfeckige Säulen, die restlichen sind vier-, sieben- und
achtseitig.
Geologie
Basalt ist eine Sammelbezeichnung für eine bestimmte Gruppe von Erstarrungsgesteinen,
deren Mineralzusammensetzung man aufgrund der
Fortschritte der Geochemie und der Thermodynamik von Vielphasensystemen
mittlerweile recht gut versteht. In vereinfachter Form lassen sich die
Verhältnisse in Phasendiagrammen veranschaulichen. Durch diese wird die
Petrographie mit Chemie und Physik verknüpft. Abstrahierende, an Basisdisziplinen
orientierte Bereiche der Geowissenschaften, die Strukturdaten
liefern, sind vor allem Geochemie und Geophysik. Durch die Seismik erhält
man Kenntnis über den Bau von Unterkruste und Erdmantel; die Geochemie
ermöglicht auf der Grundlage der zunehmend genauer erforschten
Element- und Isotopenfraktionierungen, die sich bei der Mineralumwandlung
im Rahmen geologischer Prozesse unterschiedlich bemerkbar machen,
Aussagen über die Geschichte des Minerals bzw. des ganzen Gesteins, Veränderungen
von Mineralien durch Metamorphose erlauben Rückschlüsse
auf die Druck- und Temperaturverhältnisse während der Mineralumund
neubildung.
Druck-Temperatur-(pT)-Diagramme werden seit langem zur Gliederung
der Vorgänge der Regionalmetamorphose eingesetzt (BUCHER u. FREY
1994). Aus Isotopen-Verhältnissen kann sogar die Herkunft von Schmelzen
erschlossen werden. So ermöglicht das Verhältnis der Strontium-Isotope
%7Sr/%°Sr die Zuordnung von Magmatiten zu bestimmten Stamm-Magmen.
Ein Teil des ®’Sr stammt aus dem radioaktiven Zerfall des ex-Jh.
Ges. Naturkde. Württ. 151 (1995)