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Eine weitere wichtige Arbeit hat Karı MüLLer geleistet, als er in den
Spätwintern 1951 und 1952 das große Hauptherbarium des Staatlichen
Museums in Stuttgart, das — im Gegensatz zum württembergischen
Landesherbarium — Pflanzen aus allen Ländern der Erde enthält, sowie
das berühmte, umfangreiche Herbarium von F. HEecELMmAıER wieder
ordnete und dadurch die Schäden rückgängig machte, die durch die
Verlagerungen während des Krieges eingetreten waren, besonders an
einem der Bergungsorte, der in den letzten Kriegstagen noch Standort
eines Kampftrupps geworden war. Auch die Etikettierung und die Aufstellung
wurden in ausgezeichneter Weise erneuert. Dies trug sehr dazu
bei, daß die Botanische Abteilung (die mit Ausnahme verschiedener
kleiner Einzelherbarien, einiger käuflicher Normherbarien und eines
weiteren, überwiegend aus fremden Aufsammlungen bestehenden Herbars
den Bombenkrieg ohne Verluste an Originalmaterialien und
-belegen überstanden hat) auch diese Bestände — damit jetzt ihre gesamten
Herbarbestände — in guter Ordnung und Aufstellung zur Ver-Fügung
hat,
Eine Fundgrube für die botanische Landesforschung stellt das große
Herbarium KaArı MüöLiLLeErs dar, das sich seit Herbst 1956 im Schloß
Rosenstein befindet! und das die Arbeitsergebnisse aus vier Jahrzehnten
enthält. Dieses Herbar ist vor allem auch ein Dokument für drei Sonderarbeitsgebiete
KArı MüLLers: Er gehörte zu den hervorragenden Kennern
unserer Albflora, die er um Feststellungen bisher in diesem Gebiet nicht
oder kaum beachteter Formen bereichert. hat; ferner war er ein ausgezeichneter
Fachmann in der weit aufgespaltenen und überaus schwierigen
Siehe darüber auch den Jahresbericht S. 22.