Full text : Jahreshefte des Vereins für Vaterländische Naturkunde in Württemberg : zugl. Jahrbuch d. Staatlichen Museums für Naturkunde in Stuttgart (Bd. 121, 1966)

Aufschluß an der Remstal-Verwerfung

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ment des SW-Teiles im Sinne der Hangneigung schließen. Recht kompliziert
ist die Rißbildung in der Behälterdecke; sie entspricht dem Ergebnis von
tektonischen Modellversuchen, die eine Einbeulung von runden oder ovalen
Probekörpern veranlassen. Das Rißbild in der Decke ist auffälligerweise
modifiziert durch die stützenden Pfeiler, doch passen sich auch die kurzen,
von den Pfeilern ausstrahlenden Risse durchaus dem Bruchbild einer sich
durchbiegenden Platte an. Die beiden runden Entlüftungsstutzen erweisen
sich als Schwächestellen. Da der große Deckenriß genau über dem Fiedersystem
 der Trennwand steht, ist der genetische Zusammenhang beider Systeme
 offenkundig.
Aus den Rissen kann man Bewegungsvorgänge ableiten. Die Fiederspalten
 bezeugen ein Absinken des talwärtigen Behälterteiles, das zugleich mit
einer talwärtigen Kippung gekoppelt ist; die Kippachse liegt etwa in Bodennähe
 des Behälters. Über der Abrißzone beider Bauwerksteile bog sich die
Behälterdecke nach unten durch; im Zuge der tiefsten Durchbiegung bildete
sich der Hauptriß. Die Verzweigung an beiden Enden dieses Risses ist
augenscheinlich durch die unterstützenden Pfeiler und die Entlüftungsstutzen
 beeinflußt, im übrigen aber gesetzmäßig und daher zu erwarten. Zweifellos
 hat sich die Trennwand stärker gesetzt als die Ringwand:;: die unter

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Abb. 2. Rißbildungen im Hochbehälter Großheppach, Rundbehälter mit Trennwand
 zweier Kammern, vorn das rechteckige Schieberhaus. Risse parallel der
Trennwand liegen in der Sohle, die anderen Rißsysteme in der Decke des Behälters.
            
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