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REINHOLD RıEK
Abgrenzung und Gliederung der Arietenschichten auf den Fildern
Die ersten Arieten treten im Fildergebiet wie auch anderswo in der
Kupferfelsbank auf. Diese bildet den Übergang von den Angulaten- zu den
Arietenschichten: Faunistisch, weil „in ihr noch die letzten Vertreter des a,
Schlotheimia angulata (SCHLOTHEIM), als auch der ersten echten Arietiden....
vorkommen“ (WALLISER 1956, 290), petrographisch, weil sich in dieser Bank
der Übergang von den sandigen Angulaten- zu den kalkigen Arietenschichten.
vollzieht. Trotz dieses Übergangscharakters wird hier diese Bank des
ersten Auftretens der Arieten wegen mit WALLISER (a. a. O.) als unterste
Arietenbank betrachtet im Gegensatz zu FRANK (1930), der die Arietenkalkbänke
erst mit der folgenden Bank beginnen läßt.
FRANK (1930, 41—47) zählt insgesamt 4 Arietenkalkbänke. Diese Aufzählung
ist, wie sich ergeben wird, unvollständig. Der Vaihinger Aufschluß, auf
dem sie beruht, ist in seinem oberen Teil zu mangelhaft. Infolgedessen gelang
es FRANK nicht, seine übrigen Profile von den Fildern in dieser Gliederung
unterzubringen. WALLISER (1956, 311) bringt für die Filder nur ein
Profil, dazu ebenfalls nur von einem unvollständigen Aufschluß, so daß er
hier nur vier von seinen sieben im Balinger Gebiet aufgestellten petrostratigraphischen
Bereichen auffinden konnte. Abgesehen davon hat eine
petrographische Korrelierung auf so weite Entfernung und auf Grund nur
eines Profils seine Schwierigkeiten, wie sich noch zeigen wird. Seine chronologische
Gliederung nach Arietiden aber gilt sicher auch für die Filder. Für
den hier verfolgten Zweck genügt eine solche jedoch nicht, weil die Leitammoniten
viel zu selten oder zu schlecht erhalten sind, um mit ihnen allein
eine Verfolgung der Bänke durchführen zu können, besonders aber, weil die
gleichen Ammonitenformen über mehrere Bänke hinweg vorkommen
können.
Auf die ersten beiden Bänke, die Kupferfelsbank und die „Arietenkalkbank
I“ von FRANK, folgt auf den Fildern ein Schiefertonpaket von 1—4 m,
das bisher keine Beachtung fand, obwohl es als bedeutende Zäsur innerhalb
der Arietenschichten einen praktisch wichtigen Leithorizont darstellt.
Es trennt die unteren von den oberen Arietenschichten, einer Serie aus feinkristallinem
Kalkstein, Mergelkalk, bituminösem Kalk und dazwischen
liegenden Tonen und Ölschiefern.
Wenigstens für das Fildergebiet und für die Zwecke der vorliegenden
Arbeit werden die Arietenschichten deshalb in untere, mittlere und obere
eingeteilt und folgende Bezeichnungen eingeführt:
Obere Arietenschichten ao (a0 1, ao 2.....a0Zz)
Mittlere Arietenschichten am
Untere Arietenschichten au
Arietenkalkbank I Frank au II
Kupferfelsbank au I
Für die Zwischenschichten: au I/au II, ao 1/ao0 2 etc.