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REINHOLD RIEK
Die dunklen schiefrigen Tone von au I/au II mit gleichbleibender Mächtigkeit
von 100-125 cm verwittern zu gelbbraunen, schüttig-schuppigen
Massen.
Obwohl au II im Weichbild von Vaihingen in weiter Verbreitung als
oberste Felsschicht ansteht, findet man sie nur selten so vollständig erhalten
wie oben beschrieben. Annähernd dieselbe Gliederung war noch 3 km westlich
davon (Tab. Nr. 6) festzustellen:
50 cm verw. Mergel mit Gryphäen
20-25 cm Kalkstein
2-3 cm Zwischenschicht
48 cm Kalkstein mit zahlreichen Gryphäen
und Coroniceras brevidorsale Qu.
3-5 cm grauviolette, sandig bituminöse Zwischenschicht
20 cm graue sandige Mergel
20 cm Kalkstein
Meistens sind von au II nur die beiden oberen Kalkbänke mit einer
Mächtigkeit von 60-80 cm erhalten. Verwittert bilden diese ein 60-80 cm
starkes Lager von grauen Kalkbrocken und au II ist in diesem Zustand
makroskopisch kaum von der ebenso verwitternden au I zu unterscheiden.
Zur gleichen Feststellung kommt auch FRANK (1930, 41, 42). Stets ist an der
Untergrenze, also unter au II, 1 ein Lager von Konkretionen aus homogenem,
dichten Kalkstein oder statt dessen, mit seitlichem Übergang, ein
Bänkchen dichten Kalksteins vorhanden. Die Zwischenschicht ist meist rostig
verwittert. Zwei Lagen von Konkretionen wurden nirgends mehr beobachtet,
Sehr häufig, fast in jedem Aufschluß, ist C. rotiforme Sow.; seltener
ist C. brevidorsale (Qu.) und Nautilus spec., alle in au IL, 2.
Zwischen aulIl und den oberen Arietenschichten liegt in Vaihingen-Mitte
100-130 cm, am Ostrand von Vaihingen aber bereits 180-208 cm
schiefriger Ton und Mergelton. Wahrscheinlich sind auch die wirklichen
Werte von Vaihingen-Mitte höher, wie das Profil Müllsammelgrube nahelegt,
da dort nach 198 cm Ton noch kein ao 1 angetroffen wurde.
Möhringen- und Fasanenhof (Profile 9 und 10; Tab. Nr. 27-37)
Untere Arietenschichten sind zwar auch hier häufig aufgeschlossen, aber
au II selten vollständig erhalten.
au I: Schwach sandige! Kalksteinbank mit gleicher Mächtigkeit (30 £ 5 cm).
Vermiceras spiratissimum Qu. — Eine Lage von Konkretionen direkt unter
der Basis fehlt. Dagegen liegt 30 cm darunter eine sandig-mergelige Bank
von 10-15 cm mit Knollen und Gryphäen, die nach Osten an Mächtigkeit
zunimmt, aber bereits zu den Angulatenschichten zu rechnen ist.
au II mit folgender Gliederung:
ı Herr Dr. BıeicH, Stuttgart-Hohenheim, dem ich dafür herzlich danke, stellte
in der entsprechenden Probe aus dem Bohrkern des Hochhauses Salute 14 %%
Feinsand fest.