Full text: Jahreshefte des Vereins für Vaterländische Naturkunde in Württemberg : zugl. Jahrbuch d. Staatlichen Museums für Naturkunde in Stuttgart (Bd. 1-2, 1845-1846)

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Vorderschenkel, leichte Unterfüsse mit gut gestellten Fesseln md 
kleinen runden Hufen‘, starke Hinterschenkel und trockene Sprung- 
gelenke. Sie hat eine überaus feine, weiche Haut, zarte Behaa- 
rung und seidenähnliche Beschaffenheit der: Mähne‘ und‘ des 
Schweifes, so‘ wie in der Regel die edelsten Farben, als Silber, 
Atlas, Mücken- und Forellenschimmel, Goldfüchse , Goldbrau- 
nen etc. Sie hat stets ein munteres, lebhaftes,‘ dabei aber gut- 
mütlhiges Betragen‘, viel Muth, Kraft und Ausdauer und die‘ aus- 
gezeichnetste Befähigung zum Reitdienste. Wegen ihrer constän- 
testen Zücht unter allen Pferderacen, wird sie als die edelste 
Pferderace betrachtet und zur Bildung und Veredlung anderer 
Pferdezuchten gewählt. ' (S. Fig. 3). 
Die andern orientalischen Pferderacen, als’ die Persische, 
die Aegyptische, die Nubische, die Syrische; die Kur- 
dische, die Turkomannische, die Bulgarische‘, die 
Türkische‘, die Beduinenrace und die Berbische , nebst 
einigen andern, tragen mehr oder weniger ‘den Charakter der ara- 
bischen und werden dieser gleich geachtet. 
Zu der dritten Hauptabtheilung endlich werden‘ die‘ meisten 
europäischen Pferderacen gezählt, als: 
1) Die englischen Pferderacen, die jedoch sowohl 
nach dem Adel ihrer Abküunft als auch nach ihrer Befähigung "zu 
den verschiedenen Dienstleistungen differiren! 
Die Vollblutrace ist nächst "der “arabischen Pferderäce, 
von welcher sie auch abstammt, die edelste, sie ist mehr 'als 
mittelgross, zum Theil wohl von‘ ansehnlicher Grösse, lang ge- 
streckt und sehr schnell‘ in ihren Bewegungen, sie‘ zeichnet ‘sich 
durch‘ einen edel geformten Kopf, langen, schlanken Hals, sehr 
hohen Wiederrist, geraden Rücken und gerades Kreuz, hoch an- 
gesetzten Schweif, sehr schlanken Leib und magere, aber stark 
sehnige Füsse aus, sie besitzt‘ in der Regel sehr feines Haar und 
eine ausnehmende Schnelligkeit. Sie wurde gezüchtet um Kraft 
mit möglichster Geschwindigkeit: und ansehnlicher. Grösse zusäm- 
men .zu verbinden und wird zu Erweisung dieser Eigenschaften 
in ihren Leistungen‘ vorerst‘: zum Wettrennen‘ und nach Nachweiss 
derselben erst‘ zur Fortzucht verwendet, daher auch‘ als Wett- 
rennrTaCe bezeichnet. Wegen dieser Eigenschaften ‘und der
	        

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