Volltext : Jahreshefte des Vereins für Vaterländische Naturkunde in Württemberg : zugl. Jahrbuch d. Staatlichen Museums für Naturkunde in Stuttgart (Bd. 23-24, 1867-1868)

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Jahren schon aufgestellte Theorie der. Schweizer Geologen, dass
vor unsern historischen Zeiten eine Periode. der Gletscher und
des Eises unsere Breitengrade charakterisirt. In dieser Eiszeit
 lebte schon der Mensch.
Ob auch vom Skelette des Menschen kein Rest in der Grube
gefunden wurde, so mögen doch die Spuren seiner Hände einiges
Licht werfen auf diese ältesten bekannten Bewohner Schwabens.
Die zahlreichsten Spuren sind freilich höchst einfacher Art, indem
 sie sich auf Stilung des Hungers durch‘ Fleischmahlzeiten
beziehen. Die geöffneten Markröhren und zerklopften Schädel
von Wild erzählen uns von der Thätigkeit des Menschen, um
Alles zu gewinnen, was nur irgend geniessbar wäre, Aber
ausserdem verewigte er sich durch Handarbeiten in Steinen und
Bein ausgeführt, auf die wir ‘zur Vervollständigung des Bildes
noch kurz unsere Blicke zu richten haben. ;
Dass von Metallen auch nicht Eine Spur sich fand, wird
Jeder_bei dem hohen Alter des’ Schussen- Menschen ‚eigentlich
selbstverständlich finden. Nicht nur, dass kein Metallrest zu
Tage kam, auch nicht im oxydirtesten Zustand, sondern dass
auch kein einziger Hieb auf einen Schädel oder Knochen des
verspeisten Wildes geführt, irgend einen scharfen Rand hinter-Jassen
 hätte, der auf ein metallenes Werkzeug schliessen liesse.
Die einzigen Werkzeuge, waren Steine nand zwar Feuersteine
zum Schneiden und gewöhnliche Feldsteine zum Zerklopfen der
Knochen: beiderlei lagen in grosser Menge in der Culturschichte
zwischen Moos und Knochen im Schlamm ‚und war jeder schon
in der Hand von Menschen, um zu diesem oder jenem Zweck
zu dienen.
Der zugerichteten Feuersteine lagen 600 Stücke und
darüber zerstreut herum, namentlich in der untersten Lage, die
wir die alte Humusdecke nannten. Sie waren von grösseren
Stücken abgesplittert, die als unbrauchbare Reste zahlreich herumlagen
 und in gar verschiedenen Grössen und Formen geschlagen.
 Sämmtliche Feuersteinwerkzeuge sind mittelst einfacher
 Schläge in flach muschligem Bruch abgesplittert, von gedängelten
 Rändern ist keine Spur, wie Vogt die Steinwaffen der
            
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