24 Fuss lange Bank unter der Freitreppe des Rathliauses eine
Anschauung geben.‘
Im Thale lkgert sich weithin eine grosse Masse Diluvialschuttes,
aus welcher oft noch Knochen und Zähne. vorweltlicher
Thiere ausgegraben werden.
Um von lebenden Thieren zu reden, welche in anderen Gegenden
Württembergs nicht oder nicht so häufig vorkommen,
so entsteigen jezt noch im Augustmonat grosse Schwärme weisser
Eintagsfliegen dem Neckar; der Hamster, im Anfange dieses Jahrhunderts
‚bei Frankenbach noch. selten, verbreitete sich seither .in
7. weiteren Markungen des hiesigen Oberamts; nur die giftige
Kreuzotter, längst schon in einem kleinen‘ Theile unseres Stadtwaldes
anzutreffen, wird seltener.
Noch habe ich zu bemerken, dass in unserem warmen und
etwas feuchten Thal die exotischen Bäume im Laufe der Zeit
eine ansehnliche Grösse erreicht haben.. ‘
Ich würde Ihnen, meine Herren, gerne einige Prachtexemplare
in unseren Gärten zeigen, wenn unsere Zeit nicht sonst in
Anspruch genommen wäre...
Schliesslich habe ich den Auftrag, Ihnen zu eröffnen, dass
der hiesige Singkranz heute Nachmittag eine Herbstunterhaltung
auf der Cäcilienwiese feiert und Sie dazu einladet.
Die Versammlung wählte hierauf Oberstudienrath Dr. v. Kurr
zum Vorsitzenden.
Sodann trug der Vereinssekretär, Professor Dr. Krauss
folgenden
Rechenschaitsdericht für das Jahr 1865—66
TOOL
Meine Herren!
Däs ‚verflossene Jahr war für unseren Verein, der nun
sein 22. Jahr zurückgelegt hat,. ein sehr wichtiger. Zeitabschnitt,
Ihr Ausschuss kann Ihnen die. gewiss "Allen erfreuliche Mittheilung
machen, dass unsere nicht. unbedeutende Sammlung,
die alle drei Reiche der Naturgeschichte Württembergs umfasst,