— 241 —
profil des Weissen in der Gegend von Geislingen und mag daher
als Repräsentant gelten für die Steigen vom Tegelberg, Weiler,
Geiselstein, Stötten, Eybach, Waldhausen, Türkheim und andere;
durch ihre leichte Zugänglichkeit bleibt sie stets ein Normalplatz.
x. Der Bahnhof Geislingen steht noch in den ächten
Impressathonen, die an 2 Punkten etwas weiter unten die bekannten
trefflichen Aufschlüsse und Fundplätze bieten. Nach
oben kommt freilich bald Bergschutt, der verdeckt, aber am
Wärterhaus 79 ist die
a/ß-Grenze (a/ß‘) mit der Fucusbank und den grossen, verdrückten
Exemplaren von Amm. biplex, sowie der Terebr. impressula
(Impressulaschichten) auf’s schönste zu sehen. Da gleich
darüber
ß’, d. h. ein durch Schwammcolonien massig gewordenes
Felsgestein folgt, so kann man die Hand auf die Grenze decken,
so sehr heben sich die plumpen Kalke von den darunter liegenden
thonigen Schichten ab. Die mächtigste Entwicklung nimmt
dieses Schwamm-ß („erste Scyphienzone“ Klemm’s, welche hier
die „wohlgeschichteten“ Kalke vertritt‘) etwas weiter oben, wo
man von Schichtung des Gesteins in den eigentlichen „Stotzen“,
die voll von Lacunosen und Bisuflarcinaten stecken, nichts mehr
wahrnimmt, während um sie herum immer noch Bänke zu erkennen
sind.
7. Die Grenze nach oben ist nun freilich weniger deutlich;
die Schwammkolonien von ß machen nach und nach einem thonigen
Wesen Platz, Kalkbänke, durch zwischeneingelagerte Mergel
von einander getrennt, erinnern wieder an «, aber Kragenplanulaten,
die sich bald einstellen, orientiren auch hier augenblicklich.
Am Springbrunnen ist dieses Thon- oder Unter-y, das hier
eben in die Bahnsohle tritt, am normalsten entwickelt, Amm.
yolyplocus sehr häufig, von Schwämmen noch keine Spur zu erblicken.
Y. Mit Wärterhaus 80 kommen dagegen wieder Spongiten
(„zweite Scyphienzone“ Klemm’s) und in ihrem Gefolge Lacunosen,
Bisuffarcinaten, Cidaritenstacheln etc. in Menge. Doch
nehmen die Schwämme nicht so sehr überhand, wie‘ an anderen
Württemb, naturw. Jahreshefte. 1877. >
16