Volltext: Jahreshefte des Vereins für Vaterländische Naturkunde in Württemberg : zugl. Jahrbuch d. Staatlichen Museums für Naturkunde in Stuttgart (Bd. 33, 1877)

12. Noch zahlreicher als die Ochsen sind die Hirsche, 
und zwar Cervus euryceros, der Riesenhirsch, der „grimme 
Schelch“ des Nibelungenliedes. Anfangs verwechselte ich den 
Riesenhirsch mit Cervus alces. Kine nähere Betrachtung der 
Stücke lässt aber bald das Richtige erkennen. Im Ganzen liegen 
80 Stücke vor. 
13. Das Renthier. 24 Stücke, darunter 6 Talus und 
Calcaneus. Die Hand des Menschen ist an den abgeschlagenen 
und zugerichteten Geweihstücken nicht zu verkennen. 
14. Vom Hirsch fand sich nur 1 Stück, das Ende einer 
Scapula. 
15. Von Hasen 7 Stücke; ob unser Hase es war oder 
wie in andern Höhlen der Alpenhase, vermag ich nicht zu be- 
stimmen. 
16. Gans und Ente sind je durch einen Knochen, Femur 
und Humerus, bezeichnet. 
Zu den im Einzelnen bestimmten 2593 Knochen und Zähnen 
kommen noch weitere 750 bis zur Unkenntlichkeit zernagte und 
zerbissene Knochen, so dass im Ganzen 3343 Reste aus der 
Höhle hervorgingen. Auf die 16 Arten Thiere vertheilen sie 
sich in der Art, dass vertreten ist 
der Mensch zu 10,8 Proc. 
das Mammuth A 
das Nashorn an 
das Schwein HA 
die Hyäne nt % 
der Bär ” 
der Wolf 02 
das Pferd „ 64 7 
der Esel „020, 
der Ur » 0,2 
der Wisent Ge 
der Riesenhirsch „ 2 7 
das Ren » 02, 
Vergleicht ınan mit der Ofnet andere bekannte europäische 
Höhlen, so fällt wegen der merkwürdigen Uebereinstimmung das 
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