Full text: Jahreshefte des Vereins für Vaterländische Naturkunde in Württemberg : zugl. Jahrbuch d. Staatlichen Museums für Naturkunde in Stuttgart (Bd. 34, 1878)

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Catalogue‘ S. 357. Klunzinger: Synopsis II, S. 655. 
(215.) 
Das Geschlecht Carcharias wird von Müller und Henle, 
wie auch von A. Günther in fünf Untergeschlechter abgetheilt 
und zum KEintheilungsgrund derselben die Gestalt der Zähne 
verwerthet, so dass es möglich ist, auch das fossile Material 
unter die lebenden Untergeschlechter zu vertheilen. Die Cha- 
rakterisirung der Zähne ist desshalb bei den‘ einzelnen Unter- 
geschlechtern vorzubringen und sind nur wenige Bemerkungen 
voranzuschicken. Die bei allen Arten dieses Geschlechts vor- 
handenen Mittelzähne (Symphysenzähne) können fossil nur bei 
wenigen Arten mit Grund nachgewiesen werden; dieselben sind 
theils der Natur der Sache nach zu selten, theils aber auch so 
klein und so wenig charakteristisch, dass man in den meisten 
Fällen nicht erwarten kann, sie fossil zu finden und zu deuten. 
Bei den bekannten Arten dieses Geschlechts kommt es oft vor, 
dass die Zähne des Ober- und Unterkiefers in den Umrissen 
wesentlich von einander verschieden sind. Wenn dieser Fall, 
was leicht möglich ist, auch bei den fossilen Thieren vorkommt, 
so wird es schwer, sogar unmöglich sein, dem Irrthum zu ent- 
gehen, dass man die sehr verschiedenen Zahnformen auch ver- 
schiedenen Arten zuweist. Doch kann das Vorkommen hier 
einigermassen Licht geben. Wenn die Formen der Zähne des 
Ober- und Unterkiefers nicht allzu sehr verschieden sind und 
zudem in ungefähr gleicher Häufigkeit sich vorfinden, so wird 
es nicht allzu gewagt sein, dieselben zu einer Art zu ver- 
binden. Wenn aber die eine Form beträchtlich häufiger oder 
seltener ist, als die andere, so wird man davon abstehen müssen, 
sie miteinander zu verbinden. Dagegen sind bei diesem Ge- 
schlechte die Zähne eines jeden Kiefers unter sich selbst, vorn 
und hinten, in ihrer Form meist gut übereinstimmend, so dass 
bei vielen Arten es genügt, einen einzigen Zahn als Reprä- 
sentanten des Gebisses zu fixiren. Eine auffallende Ausnahme 
kommt nur vor bei jenen Zähnen des Untergeschlechts Prio- 
nodon, welche an den Typus des lebenden C. (Prionodon) 
glyphis sich anschliesen.
	        

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