Full text: Jahreshefte des Vereins für Vaterländische Naturkunde in Württemberg : zugl. Jahrbuch d. Staatlichen Museums für Naturkunde in Stuttgart (Bd. 34, 1878)

haben könnten; man wird jedoch kaum im Stande sein, dieselben 
mit Sicherheit auszuscheiden. Ebenso sind die Unterkieferzähne 
des Untergeschlechts Hypoprion in ihren Umrissen von dem 
Charakter der Zähne des Untergeschlechts Aprion nicht zu unter- 
scheiden, worauf wir sogleich zu sprechen kommen. Diese Un- 
sicherheit der Bestimmung betrifft. jedoch nur die Species 
A. brevis, nicht auch die Art A. stellatus. Letztere Zähne sind 
in so grosser Anzahl vorhanden, dass sie durchaus nicht als 
Unterkieferzähne irgend einer andern Carcharias-Art aufgefasst 
werden können, da sämmtliche fossile Arten von Carcharias an 
Häufigkeit des Vorkommens entschieden nachstehen. 
c) Subgenus Hypoprion M. H. 
Die Oberkieferzähne haben glatte schiefstehende Spitzen; 
die Basis zeigt eine grobe Zähnelung , bestehend in zwei bis 
drei grossen Zacken. Die Unterkieferzähne weichen beträchtlich 
ab, sind gerade, schmal, ungezähnelt auch an ihrer Basis. 
MM HL c. 8. 34.) 
4. Art: C. Hypoprion singularis n. sp. 
Taf. TI, Fig. 5, 6. 
Die in Fig. 5 von der Innenseite und in Fig. 6 von der 
Aussenseite dargestellten Zähne zeigen die schiefgestellte glatte 
Spitze und grobe Zähnelung ihrer Basis, und stimmen mit den 
Oberkieferzähnen des lebenden HM. Macloti und hemiodon gut 
überein; nur besitzen die lebenden eine um das Doppelte be- 
trächtlichere Höhe. Durch die grobe Zähnelung an der Basis 
erinnern sie auch an eine später zu beschreibende Art von 
Notidanus, unterscheiden sich aber von letzteren ganz bestimmt 
durch ihre innerliche Höhlung, den scharfen Ausschnitt des 
Schmelzes an der‘ Innenseite und durch die ganz anders gebaute 
Wurzelbasis. Schon das Vorhandensein eines Nährloches auf 
der Innenseite der Wurzel (Fig. 5) schliesst sie mit Bestimmt- 
heit von dem Geschlecht Notidanus aus. Einige Aehnlichkeit 
mit dem Geschlecht Galeus ist vorhanden; aber die Ueber- 
einstimmung mit dem Untergeschlecht Mypoprion ist weit augen- 
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