Full text: Jahreshefte des Vereins für Vaterländische Naturkunde in Württemberg : zugl. Jahrbuch d. Staatlichen Museums für Naturkunde in Stuttgart (Bd. 34, 1878)

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Auf einer zu diesem Zweck gemachten Exkursion habe ich, 
gemeinschaftlich mit den Herren Professor Dr. 0. Fraas und 
Professor 0. Vossler die zu den Analysen erforderlichen und ge- 
eigneten Proben der betreffenden Gesteine und Erdarten aufge- 
nommen. Der obere Krebsscheeren-Kalkstein mit Feuersteinknollen 
wurde auf der Höhe bei Böhmenkirch in dem grossen Steinbruch 
und auf den anstossenden Feldern gesammelt, das Material da- 
gegen zur Untersuchung der beiden anderen Kalksteine und deren 
Verwitterungsböden neben der Poststrasse gefunden, die von 
Böhmenkirch nach Heidenheim führt. Die Proben der unteren 
thonigen Schichten des Krebsscheeren-Kalksteins entnahmen wir 
einem Ackerfelde, links von der genannten Strasse hinter Söhn- 
stetten, nahe dem Fusswege nach Steinheim, und die Proben aus 
der Formation des Marmor-Kalkes, einem kleinen Steinbruch auf 
der anderen Seite der Strasse, zwischen Böhmenkirch und Söhn- 
stetten, näher dem ersteren Ort, nicht. weit von der dort befind- 
lichen grossen Linde. 
Von den Analysen habe ich die auf das Gestien des unteren 
Krebsscheeren-Kalkes bezüglichen allein ausgeführt, ausserdem 
die Extrakte mit kalter Salzsäure aus der Ackererde und dem 
Untergrunde derselben Formation auf die Bestandtheile unter- 
sucht, endlich die Menge der Alkalien in den salzsauren und 
schwefelsauren Auszügen der Ackererde und der Thonmasse des 
oberen Krebsscheeren-Kalkes, in einigen Fällen auch die Kiesel- 
säure durch wiederholte Bestimmungen kontrolirt. Alle übrigen 
analytischen Arbeiten sind von dem Assistenten am akademischen 
Laboratorium in Hohenheim, Dr. H, Troschke, nach meiner An- 
leitung vorgenommen worden; nur die Untersuchungen nach der 
Knop’schen Methode der Bodenanalyse, von denen beiläufig die 
Rede sein wird, habe ich schon von einem früheren Assistenten, g 
Herrn Gantter, ausführen lassen. 
1. Untere thonige Schichten des Krebsscheeren- 
Kalkes. 
Das Material zur Untersuchung wurde einem Ackerfelde ent- 
nommen, wo an der betreffenden Stelle in einer Tiefe von kaum 
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