Volltext : Jahreshefte des Vereins für Vaterländische Naturkunde in Württemberg : zugl. Jahrbuch d. Staatlichen Museums für Naturkunde in Stuttgart (Bd. 38, 1882)

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mehr von Kindern gefangen; auch der Dohlenkrebs ist nach Lereboullet
 nicht schmackhaft und dient nur zu Suppen und Saucen.
14. Verhalten beim Kochen. Wie der Dohlenkrebs
durch’s Kochen wird, davon erwähnt Lereboullet nichts. Vom
Edelkrebs und Steinkrebs ist däs verschiedene Verhalten dabei
längst bekannt, wie schon Gesner (s. o. pg. 326) anführt, und
als Hauptunterschied dieser zwei Arten angesehen worden, und
wird beim Volk und Händlern noch heute angesehen. Wenn Lereboullet
 sagt, der Steinkrebs werde beim Kochen eben so roth,
als der Edelkrebs, so bezieht sich diess wohl nur als Gegensatz
auf die Behauptung Oken’s, 1! dass er dunkel und gefleckt bleibe;
die alten Autoren sagen aber, dass er nur auf der Oberseite,
der Edelkrebs überall rath werde. Mir stehen augenblicklich
keine Steinkrebse zu Gebot, um zu entscheiden, wer Recht hat.
Diess sind die Kennzeichen, welche sich‘ bei äusserlicher
Besichtigung ergeben und zur Unterscheidung genügen; bei der
Zergliederung mögen sich noch manche Eigenthümlichkeiten bei
den einzelnen Arten finden, z. B. an den verschiedenen Kieferfüssen.
 Huxley (1. c. pg. 247) fand beim Edelkrebs drei rudimentäre
 Pleurobranchien, bei seinem Steinkrebs nur zwei; auch
fand er, was man ohne Trennung der Theile nicht sehen kann,
und was auch Lereboullet in seiner Zeichnung andeutet, aber
nicht bespricht, bei seinem Steinkrebs am ventralen Rande des
rostrum 1—2 Dornen, die beim Edelkrebs fehlen. Zur Untersuchung
 dieser Verhältnisse bei jeder einzelnen Art stehen mir
keine Exemplare zu Gebot.
Aus dem bisher Behandelten ergeben sich also für unsere
drei mittel- und südeuropäischen Arten von Astacus folgende
zusammenfassende Diagnosen.
a) Astacus torrentium Schrank, Steinkrebs,
(A. saxatilis, torrentium und tristis Koch, A. longicornis Lereb.)
Rostrum mit nach hinten divergirenden Seitenrändern, ziemlich
 breit, mit einer stumpfen, oft kaum bemerkbaren Leiste auf
1 Oken, Naturgesch. V. pg. 638.
            
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