Volltext: Jahreshefte des Vereins für Vaterländische Naturkunde in Württemberg : zugl. Jahrbuch d. Staatlichen Museums für Naturkunde in Stuttgart (Bd. 38, 1882)

girenden Ränder des rostrum; sonst demselben sehr nahe stehend, 
näher als dem Steinkrebs. 
c) Astacus fluviatilis (Rond.) Lin., Edelkrebs. 
Rostrum mit nahezu parallelen Seitenrändern, schmal und 
lang, mit einer sehr deutlichen gezähnten Leiste auf dem in die 
Länge gezogenen Spitzentheil. Am Grund der ventralen Seite des 
rostrum kein Dorn. Aeussere Antennen in Stiel und Faden kurz; 
letzterer höchstens bis zum 4. Abdominalglied reichend, ersterer 
über die Spitze des Rostrum nicht oder kaum vorragend. Fühler- 
schuppe schlank, lanzettförmig, mit mässig convexem Innenrand, 
allmählig zugespitzt, mit einer ungezähnelten Leiste an der un- 
teren Fläche. Innere Antennen an der unteren Seite ihres Ba- 
salglieds mit einem Dorn. Epistom ansehnlich, rhombisch, Hinter 
der Postorbitalleiste eine davon abgesetzte buckelartige Erhaben- 
heit. Am Thorax hinter der Cervicalfurche mehrere ‘deutliche 
Dörnchen. Hand aussen entfernt gekörnt. Farbe dunkel, braun 
in’s Olivengrüne, unten heller, eine Varietät schön blau? (be- 
sonders in Frankreich), Eier dunkel braunroth. Vorkommen vor- 
zugsweise in Gewässern mit schlammigem Grund, in Löchern der 
Steilufer; in ganz Europa. Grösse gewöhnlich 12 cm, selten 
15—20 cm. Die Jungen schlüpfen in Deutschland erst im Juni 
und Juli aus. Der schmackhafte Krebs wird durch Kochen oben 
und unten roth. 
1 Lereb. 1. c. 1851 und 1858. Gerstfeld 1. c. pg. 586. 
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