Volltext : Jahreshefte des Vereins für Vaterländische Naturkunde in Württemberg : zugl. Jahrbuch d. Staatlichen Museums für Naturkunde in Stuttgart (Bd. 39, 1883)

— ZB. —
anzeigen, oder wirklich dahin gehören. Heer bildet ausser den
Blättchen auch eine grosse Hülse (Tertiärfl. III Taf. 133 Fig. 56)
ab; ein Fragment einer Hülse von Heggbach, die mehr als 2 cm
breit ist und ohne Zweifel auch eine entsprechende stattliche
Länge hatte, ist Heer geneigt, als zu einer Geditschia gehörig
aufzufassen,
8) Caesalpinia micromera Heer Fig. 33. Diese von Oeningen
und Locle durch Heer bekannt gemachten Blättchen wurden von
ihm auch für Heggbach nachgewiesen. Sie sind klein (1 cm),
oval, an der Basis etwas ungleich. Die beiden Heggbacher
Blättchen kommen am meisten mit der Heer’schen Abbildung auf
Taf. 137 Fig. 24 überein. Dass unter dieser Benennung jedoch
eine grosse Mannigfaltigkeit von Formen begriffen ist, lehrt ein
Blick auf die Figuren 12—21 der citirten Tafel bei Heer. Ein
anderes Blatt von Heggbach, das grösser ist (0,015 m lang), an
der Basis fast gleichseitig verschmälert, oben aber stark ausgerandet,
 würde am besten mit Caesalpinia Falconeri Heer stimmen,
welches ebenfalls in Oeningen und Locle vorkommt (Tertiärflora
 III, S, 110 Taf. 187 Fig. 1—10). Da jedoch Heer selbst
auch ‚ganz ähnlich gestaltete Blättchen zu C. micromera zieht,
besonders die Figuren 19, 20 und 21 auf der citirten Tafel, so
liegt doch kein genügender Grund vor, dasselbe als den Repräsentanten
 einer besondern Art vorzuführen. Zu bemerken ist,
dass dieses Blättchen und die ausgerandeten Blättchenformen von
Podogonium Lyelliarum in ihren Umrissen grosse Aehnlichkeit
zeigen. Bei letzterer (Podogonium) ist aber die Anwesenheit
des verlängerten Nerven an der Basis ein entscheidendes Merkmal
 für die Bestimmung, wie schon oben bei Beschreibung der
Art bemerkt wurde. Bei. dem Blättchen, das unter dem Geschlecht
 Caesalpinia untergebracht wird, fehlt jener Nerv auf
beiden Seiten.
Dagegen müssen ein paar andere Blättchen von Heggbach
unter der Art Caesalpinia norica Unger (Flora von Sotzka, S. 57
Taf. 42 Fig. 9—18) begriffen werden. Bei ihnen ist die Basis
auffallend ungleichseitig nicht blos in der Weise, dass die eine
Seite etwas mehr, die andere weniger entwickelt ist, wovon Bei-3,


            
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