l. Angelegenheiten des Vereins.
Bericht über die siebenunddreissigste Generalversammlung
vom 24. Juni 1882 in Nagold.
Von Oberstudienrath Dr. F. v. Krauss.
Die vorjährige über 80 Mitglieder zählende Generalversammlung
in Ulm hatte beschlossen, das Jahresfest für 1882 abermals
nicht in der Residenzstadt abzuhalten, sondern dazu eine
Stadt im Schwarzwald zu wählen. Es galt neben dem Bestreben,
das Interesse für die vaterländische Naturkunde in allen Landestheilen
zu unterstützen, zunächst mit den Mitgliedern des wieder
neu constituirten Schwarzwälder Zweigvereins in persönlichen
Austausch zu treten und neue Verbindungen anzuknüpfen.
Und da der Verein im Jahr 1874 in Calw getagt hat, so fiel
nach einem Vorschlag des Vereins-Ausschusses die Wahl auf die
Stadt Nagold und es wurden Professor Dr. Eimer von Tübingen,
der Vorstand des Schwarzwälder Zweigvereins, und Kaufmann
Hermann Reichert in Nagold zu Geschäftsführern bestimmt.
In dem neu erbauten evangelischen Schullehrerseminar
überliessen die Behörden den schönen, geräumigen und hellen
Festsaal mit grösster Bereitwilligkeit für die Zwecke der Versammlung.
Zur Belehrung der Theilnehmer waren in der Mitte
und an den Seiten des Saals allerlei Naturalien aus dem Schwarzwald
aufgestellt. Unter Anderem
eine Reihe ausgestopfter Vögel, darunter ein prächtiger Uhu
und Auerhahn, von Oberförster Bührlen in Nagold,
Jahreshefte d. Ver. f. vaterl. Naturkunde in Württ. 1883. )