Full text: Jahreshefte des Vereins für Vaterländische Naturkunde in Württemberg : zugl. Jahrbuch d. Staatlichen Museums für Naturkunde in Stuttgart (Bd. 39, 1883)

AO 
führen. Wie hier so bilden auch bei Proteles einige Streifen 
Ringe um die Unterseite des Halses herum, welche indessen, wie 
mir scheint, nicht denen von Viverra civetta der Abbildung, son- 
dern denen von V. zibetha entsprechen, den von mir mit den 
Zahlen 5, 6, 7 belegten Streifen. Um die Zeichnung der gefleck- 
ten Hyaena crocuta zu deuten, stand mir bis jetzt nicht hin- 
reichend Material zu Gebote. 
Ich habe nämlich die 3 Querstreifen an der Kehle von Vi- 
verra indica Geoffr. (Abbildung), von welchen der erste hinter 
dem Mundwinkel liegt, der dritte unter dem Ohr beginnt, mit 
1, 2, 3 bezeichnet, und bekomme so, wenn ich alle verschiedenen 
Raubthierfamilien berücksichtige, von vorn nach hinten zählend 
bis zu dem über dem Tibio-Tarsalgelenk gelegenen Querstreifen 
29 typische Streifen, die bei den Hyänen, wie gesagt, nicht alle vor- 
kommen, auf welche aber alle Querstreifen, so weit sie vorhanden, 
zürückzuführen sind. Dazu kommen dann noch einige Querstreifen 
an den Vorderextremitäten, von der Ellbogenbeuge an abwärts. 
Sehr interessant sind für uns die Caniden, denn Niemand 
wird bis dahin bei Wölfen, Schakalen, Füchsen und bei Hunden 
typische Hyänen- bezw. Viverren-Querstreifung vermuthet haben. 
Allerdings ist diese Zeichnung meist nur in Spuren vorhanden 
und muss, man auf manche der Spuren erst ausdrücklich auf- 
merksam gemacht werden, um sie nur zu sehen. 
Der Wolf hat noch eine Spur eines bei den Hyänen aus- 
geprägten Streifens (3) am Unterkieferwinkel, dann mehr oder 
weniger deutlich noch 4 weitere Querstreifen am Hals (5, 6, 
7, 8), von welchen 7 einen Halsring bildet (bei Viverren). Eben 
so erkennt man Spuren zweier Querstreifen am Rücken (14, 15), 
weniger deutlich Spuren von Hyänenquerstreifen auf den Hinter- 
backen und endlich eine schwarze Zeichnung in der oberen Mittel- 
linie des Schwanzes, welche etwas oberhalb der Mitte desselben 
zu einem schwarzen Fleck verstärkt ist — ein Ueberrest der 
schon bei den Viverren vorhandenen Querstreifung des Schwanzes, 
wie sie z. B. auch beim Fuchs und sogar beim Schakal noch 
leicht erkennbar ist. Der Schwanzfleck findet sich ausgesprochen 
bei fast allen Caniden.
	        

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.