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dürfte hier wenigstens ein Hauptpunkt berührt werden. MNEUMAYR
geht davon aus, dass zu allen Zeiten, auch schon in den alten
Erdperioden, zusammenhängende Kontinentalmassen bestanden
haben wie heutzutage, auch in ungefähr gleichem Umfang, wenn
auch in ganz anderen Situationen. Mit dieser Voraussetzung hauptsächlich
versperrt er sich, wie ich annehmen möchte, den Weg, die
Wärmezustände der früheren Erdperioden zu erklären.
Die Voraussetzungen, von denen wir ausgegangen sind, sind
andere, An die Stelle von grossen Kontinenten lassen wir Inseln
und Archipele treten, wobei das ozeanische Klima seine eigentümliche
Wirkung immer noch auszuüben vermag, so dass seine natürliche
Warmwasserheizung überallhin sich ausdehnen kann. Von diesem
Standpunkt aus lässt sich, wie wir gesehen haben, den scheinbar
so rätselhaften klimatischen Zuständen der Vorwelt von einer Seite
her beikommen, dass ein Verständnis derselben ermöglicht wird. Es
will unserseits nicht in Abrede gezogen werden, dass die Annahme
von Archipelen an Stelle der Kontinente nicht direkt streng erwiesen
werden kann; aber anderseits wird auch nicht in Abrede gezogen
werden können, dass die Annahme der Existenz von grossen Festlandmassen
in den alten und auch noch in den mittleren Erdperioden
keinen höheren Grad der Gewissheit besitzt, als den einer Hypothese.
Auf dem letzteren Wege aber ist ein Verständnis der klimatischen
Zustände der Vorwelt soviel wie ausgeschlosen, während auf dem
ersteren Wege immerhin ein Resultat erreicht werden kann, das sich
im Einklang mit den palaeontologischen Untersuchungen befindet.
Hiermit dürfte auch dem Unglauben, welcher diesen Untersuchungen
der Palaeontologen vielfach entgegengebracht wird, der
Boden entzogen werden; denn offenbar liegt der Grund zu der Anzweifelung
derselben nicht so’ fast in einem Misstrauen gegen die Objektivität
der Untersuchungen selbst, als vielmehr in der vermeintlichen
völligen Unvereinbarkeit ihrer Resultate mit den physikalischen
Gesetzen.